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Fregatte „Wicher“ in der Danziger Bucht zu Wasser gelassen

14.08.2026 09:49
Die erste von drei neuen Mehrzweckfregatten der polnischen Marine ist zu Wasser gelassen worden. Der Rumpf der „ORP Wicher“ berührte am Donnerstag gegen 12 Uhr vollständig die Wasseroberfläche.
Die erste von drei neuen Mehrzweckfregatten des Programms Miecznik ist in der Danziger Bucht zu Wasser gelassen worden.
Die erste von drei neuen Mehrzweckfregatten des Programms „Miecznik“ ist in der Danziger Bucht zu Wasser gelassen worden.PAP/Andrzej Jackowski

Am Mittwoch war das mehr als 140 Meter lange Schiff offiziell auf den Namen „Wicher“ (dt. „Sturmwind”) getauft worden. An der Zeremonie nahmen unter anderem Staatspräsident Karol Nawrocki und Ministerpräsident Donald Tusk teil.

Das Programm „Miecznik“ ist derzeit das größte Modernisierungsvorhaben der polnischen Marine. Insgesamt sollen drei moderne Mehrzweckfregatten gebaut werden. Sie sollen die veralteten Fregatten der Oliver-Hazard-Perry-Klasse ersetzen.

Neben der „Wicher“ gehören die „ORP Burza“ und die „ORP Huragan“ zum Programm. Mit dem Bau der dritten und letzten Fregatte wurde im April dieses Jahres begonnen. Das gesamte Programm soll bis Ende 2031 abgeschlossen sein.

Die Fregatten basieren auf dem britischen Entwurf Arrowhead 140 des Rüstungskonzerns Babcock, der an die Anforderungen der polnischen Streitkräfte angepasst wurde.

Eine zentrale Aufgabe der Fregatten soll die Luftverteidigung sein. Dafür werden die Schiffe unter anderem mit britischen Flugabwehrraketen des Typs CAMM und CAMM-ER ausgerüstet. Hinzu kommen Geschütze mit einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern sowie Seezielflugkörper, die Ziele in einer Entfernung von mehr als 200 Kilometern bekämpfen können.

Die mehr als 140 Meter langen Schiffe sollen unter anderem Schifffahrtswege und Energieinfrastruktur schützen.

Der ursprüngliche Auftragswert lag bei rund acht Milliarden Złoty (etwa 1,9 Milliarden Euro), stieg durch Nachträge bis Ende 2023 jedoch auf rund 15 Milliarden Złoty.

 

IAR/jc