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Kallas kündigt schärfere Russland-Sanktionen an

19.08.2026 11:36
Die EU will den Sanktionsdruck auf Russland weiter erhöhen. Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte für den Herbst eine neue Sanktionsliste an. Damit soll die Zahl der von EU-Maßnahmen betroffenen russischen Personen, Unternehmen und Organisationen um rund ein Drittel steigen.
EU-Auenbeauftragte Kaja Kallas
EU-Außenbeauftragte Kaja KallasPAP/Wiktor Dąbkowski

„Im Herbst werde ich die umfassendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen“, sagte Kallas der deutschen Zeitung „Die Welt“. Sollte der Vorschlag angenommen werden, werde die Zahl der sanktionierten russischen Akteure „sofort um ein Drittel“ steigen.

Kallas begründete den Schritt mit der Entwicklung des Krieges in der Ukraine. Die russischen Streitkräfte erzielten „keine Siege auf dem Schlachtfeld“ und richteten deshalb zunehmend Raketen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung und Infrastruktur. Russland wolle die ukrainischen Städte „unbewohnbar machen“, sagte die ehemalige estnische Regierungschefin.

Gleichzeitig habe die Ukraine mit Drohnenangriffen die russische Logistik empfindlich gestört. Dies habe unter anderem zu einer „schweren Treibstoffkrise“ auf der von Russland besetzten Krim geführt und Raffinerien tief im russischen Staatsgebiet getroffen, erklärte Kallas.

Die EU-Außenbeauftragte warnte zudem vor einer zunehmenden hybriden Bedrohung Europas. „Die meisten Fälle“ von Sabotage, Spionage und Cyberangriffen seien Russland zuzuschreiben. Europa müsse entschlossen reagieren. Eine „zu schwache Reaktion“ werde dazu führen, dass es „noch mehr Zwischenfälle“ geben werde.


PAP/jc

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