Die Antwort müsse eine weitere Unterstützung der Ukraine und eine vollständige Koordinierung der NATO-Staaten sein. „Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen“, betonte er.
Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt hatte zuvor mitgeteilt, dass Russland für den Vorfall mit einer Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig im August verantwortlich sei. Die Bundesregierung kündigte daraufhin unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Kulturzentrums Russisches Haus in Berlin an.
Sikorski: Solidarität mit Deutschland
Auch Polens Außenminister und stellvertretender Ministerpräsident Radosław Sikorski erklärte Deutschland die Solidarität Polens. „Gut, dass Deutschland sich ein Beispiel an Polen nimmt und als Reaktion auf den staatlichen Terror das russische Konsulat in Bonn schließt. Angesichts des hybriden Krieges volle Solidarität mit unseren deutschen Verbündeten“, schrieb Sikorski auf X.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte kündigte an, das Bündnis werde seine Fähigkeiten zur Abschreckung und Verteidigung weiter ausbauen. Dies gelte für jede Bedrohung, darunter auch bösartige Aktivitäten wie jene in Leipzig und an anderen Orten innerhalb des Bündnisses.
„Russlands Versuche, uns einzuschüchtern, unsere Einheit zu untergraben und unsere Bereitschaft zur Unterstützung der Ukraine zu schwächen, sind vergeblich und werden scheitern“, sagte Rutte. Die Unterstützung der Ukraine sei „unerschütterlich“, ebenso die Verpflichtung der NATO zur gemeinsamen Verteidigung.
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versicherte Deutschland angesichts des hybriden russischen Angriffs auf den Flughafen Leipzig die volle Solidarität der Europäischen Union.
Drohne mit Sprengstoff entdeckt
In der Nacht vom 4. auf den 5. August war ein Transportflugzeug in der Nähe des Flughafens Leipzig mit einem unbekannten Objekt zusammengestoßen. Die Maschine wurde nach Hannover umgeleitet, wo leichte Schäden festgestellt wurden. Kurz zuvor war der Flughafen Leipzig vorübergehend geschlossen worden, nachdem auf dem Vorfeld neben einem ukrainischen Antonow-Transportflugzeug eine Drohne mit Zünder und Sprengstoff gefunden worden war.
Nach Erkenntnissen der deutschen Sicherheitsbehörden war die Drohne zuvor gezielt gegen die Tragfläche der auf dem Vorfeld abgestellten Antonow geflogen. Der Sprengstoff detonierte beim Kontakt mit dem Flugzeug jedoch nicht. Nach Angaben der Zeitung „Bild“ war ein beschädigter Zünder der Grund dafür.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte angekündigt, die Verantwortlichen für hybride Angriffe würden „dafür bezahlen“.
IAR/jc