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Sikorski: Entscheidung über neue US-Basis in Polen noch nicht gefallen

25.09.2026 10:16
Nach Angaben von Außenminister Radosław Sikorski ist über eine neue US-Militärbasis in Polen noch nicht entschieden worden. Zugleich prüft Washington seine Truppenpräsenz in Europa, während Polen für eine stärkere amerikanische Präsenz an der NATO-Ostflanke wirbt.
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Bild:Nicolas Armer/dpa via PAP

Über die Einrichtung einer neuen US-Militärbasis in Polen ist nach Angaben des polnischen Außenministers Radosław Sikorski noch keine Entscheidung gefallen. Es handle sich um eine amerikanische Entscheidung, die „offensichtlich noch nicht getroffen worden ist“, sagte Sikorski bei einem Briefing in New York.

Damit reagierte der Außenminister auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der zuvor von großen Fortschritten auf dem Weg zu einer neuen Basis gesprochen hatte. Sikorski verwies zugleich auf die laufende Überprüfung der amerikanischen Militärpräsenz in Europa. Diese ziele eher auf eine Verringerung der Gesamtzahl der US-Soldaten in Europa als auf eine Aufstockung.

Nach Einschätzung des Ministers könnte die Verteilung der Kräfte jedoch verändert werden. Seit dem Ende des Kalten Krieges habe sich die Sicherheitslage verschoben: Einige Teile Europas seien heute weniger, andere deutlich stärker bedroht. Medienberichten zufolge erwägt das Pentagon deshalb neben möglichen Reduzierungen auch eine Verlagerung von Truppen nach Osten.

Sikorski erinnerte daran, dass in den vergangenen Wochen eine amerikanische politisch-technische Arbeitsgruppe Polen besucht habe, um einen geeigneten Standort für eine mögliche Basis zu prüfen. Regierung und Präsident arbeiteten in dieser Frage zusammen, sagte er. 

Unterdessen wurde ein für Mittwoch geplantes Treffen des polnischen Verteidigungsministers Władysław Kosiniak-Kamysz im Pentagon verschoben. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums war ein Terminkonflikt der Grund. Ein neuer Termin soll bald festgelegt werden.

Die stellvertretenden Verteidigungsminister Magdalena Sobkowiak-Czarnecka und Paweł Zalewski reisen dennoch nach Washington. Sie sollen Gespräche über die weitere militärische Zusammenarbeit führen. Dazu gehört nach polnischen Angaben auch die mögliche Einrichtung eines Wartungszentrums für PAC-3-Lenkflugkörper des Patriot-Systems in Polen.

PAP/jc