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WASHINGTON POST: Hegseth blockiert Patriot-Lieferung an die Ukraine

20.10.2026 18:00
Der ukrainische Präsident drängt im Gespräch mit Marco Rubio auf Patriot-Raketen, funktionierendes Starlink und Geheimdienstzugang. Zugleich sind in Norwegen neue Gespräche über den Krieg angekündigt.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gestikuliert whrend eines Besuchs des britischen Verteidigungsministers Wes Streeting im Pentagon in Arlington, Virginia, USA, am 15. Oktober 2026. REUTERSNathan HowardArchivfoto
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gestikuliert während eines Besuchs des britischen Verteidigungsministers Wes Streeting im Pentagon in Arlington, Virginia, USA, am 15. Oktober 2026. REUTERS/Nathan Howard/ArchivfotoREUTERS/Nathan Howard/Archivfoto

Wolodymyr Selenskyj hat mit US-Außenminister Marco Rubio über Patriot-Abfangraketen, die Funktionsfähigkeit von Starlink und den vollständigen Zugang zu Geheimdienstinformationen gesprochen. Das teilte der ukrainische Präsident am Montag über Telegram mit. Das Gespräch ist die jüngste Entwicklung in den Auseinandersetzungen über die US-Unterstützung für die Ukraine.

Nach einem Bericht der WASHINGTON POST hat die Regierung von Präsident Donald Trump die Weitergabe von Patriot-Raketen durch Partnerländer bislang nicht freigegeben. Die Raketen seien zwar versandbereit, für ihren Transfer sei wegen US-Exportauflagen jedoch die Zustimmung von Verteidigungsminister Pete Hegseth nötig. Die Zeitung berichtet, Hegseth habe die Überstellungen nicht formell abgelehnt, aber seit Wochen auch keine Schritte zur Genehmigung unternommen.

Selenskyj hatte am Sonntag erklärt, die USA verzögerten bestimmte wichtige Lieferungen. Politische Vereinbarungen über Ausrüstung zur Luftverteidigung seien teilweise noch nicht praktisch umgesetzt. Zudem sprach er von Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen. Trump versicherte dagegen, Washington übermittle der Ukraine weiterhin Aufklärungsdaten.

Selenskyj bezeichnete diese Entscheidungen im Zusammenhang mit der Verzögerung von Waffenlieferungen und dem Informationsaustausch als „schwer zu erklären, besonders unter Freunden“. Die Ukraine unterscheidet dabei zwischen Starlink, dessen Funktion Selenskyj bei Rubio ansprach, und Starshield. Kyjiw wirft der US-Regierung vor, die Kapazität des militärischen Satellitenkommunikationssystems Starshield eingeschränkt zu haben.

In Norwegen sind indes weitere Gespräche über ein mögliches Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine angekündigt. Reuters zufolge sollen Selenskyj, Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre daran teilnehmen. Auch US-Sondergesandter Steve Witkoff sowie Vertreter der E4-Gruppe mit Polen, Deutschland, Frankreich und Großbritannien werden erwartet.

IAR/adn


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