Deutsche Redaktion

Botschafter Tombiński: „Es ist viel mehr gelungen als misslungen“

15.06.2026 09:00
Am 17. Juni 1991 unterzeichneten Deutschland und Polen den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Die Oder-Neiße-Grenze wurde anerkannt, beide Länder versprachen sich eine enge und friedliche Zusammenarbeit. 35 Jahre später wirkt das Verhältnis allerdings zwiespältig. Die Grenzkontrollen sind zurück, und der Freundschaftsvertrag, den Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Antrittsbesuch in Warschau im Mai 2025 angekündigt hatte, lässt weiter auf sich warten.
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  • Im Gespräch mit Polens Botschafter in Deutschland, Jan Tombiński
Seine Exzellenz Jan Tombiński, der geschftsfhrende Botschafter der Republik Polen in Deutschland.
Seine Exzellenz Jan Tombiński, der geschäftsführende Botschafter der Republik Polen in Deutschland.fot. © Arkadiusz Łuba

Doch es gibt Bewegung: Im Rahmen des deutsch-polnischen Dialogforums am 17. Juni 2026 soll der sogenannte „kleine Vertrag“ unterzeichnet werden – ein Verteidigungspakt zwischen beiden Ländern. Auch bei einer Debatte im Deutschen Bundestag zum Jubiläum des Nachbarschaftsvertrags wurde deutlich: Polen soll in Berlin stärker als gleichwertiger Partner wahrgenommen werden.

Wie steht es heute um die deutsch-polnischen Beziehungen? Welche Erwartungen gibt es an den neuen Vertrag? Und welche Herausforderungen bleiben bestehen?

Darüber spricht Arkadiusz Łuba mit Jan Tombiński, dem Geschäftsträger der Republik Polen in Deutschland.

35 Jahre nach Bielecki und Kohl: Wo steht die deutsch-polnische Beziehung im Frühjahr 2026?

02.05.2026 09:00
Botschafter Miguel Berger über das geplante Verteidigungsabkommen zwischen Polen und Deutschland, das Berliner Denkmal, eine humanitäre Geste, die noch aussteht — und was er als Botschafter in Warschau über Polen gelernt hat, das er vorher nicht wusste.