Wladimir Kara-Mursa hat Russland eine zunehmend einseitige Abhängigkeit von China attestiert. Beim Warsaw Security Forum sagte der russische Oppositionspolitiker, Putin verwandle „eine große europäische Nation in einen politischen Vasallen und eine Tankstelle für die kommunistische Diktatur in Peking“.
Die Beziehungen zwischen Moskau und Peking seien kein partnerschaftliches Verhältnis auf Augenhöhe, sagte Kara-Mursa, der stellvertretende Vorsitzende der Free Russia Foundation. Russland liefere Rohstoffe zu nachteiligen Bedingungen und verliere dabei strategische Eigenständigkeit. Das autoritäre System sichere vor allem die Macht der Herrschenden. Kara-Mursa verwies auf lange Haftstrafen für Gegner des Krieges sowie auf fehlende freie Wahlen und unabhängige Medien.
Der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer warnte auf dem Forum vor den Folgen westlicher Uneinigkeit. „Die Schwäche des Westens ist die Stärke dieser diktatorischen Regime“, sagte er. Die Zukunft der Ukraine sei für Europas Sicherheit zentral, weil die Ambitionen des Kremls über die Ukraine hinausgingen. Fischer rief demokratische Staaten auf, geschlossen zu bleiben und die Ukraine weiter zu unterstützen.
PAP/adn