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Deutsche Redaktion

Ein Denkmal für die polnischen Opfer von Nazi-Deutschland in Berlin?

28.10.2019 15:00
Ein Teil der deutschen Historiker sei der Denkmal-Idee gegenüber sehr kritisch eingestellt. Denn das Projekt würde eine gewisse Ordnung stören, meint der Politologe Marek Cichocki in seinem Autorenkommentar für die Rzeczpospolita.
Marek Cichocki
Marek CichockiPAP/Tomasz Gzell

Sollte im Zentrum Berlins ein Denkmal für die polnischen Opfer von Nazi-Deutschland entstehen? Es scheine, als ob es in dieser Frage in der deutschen Politik mittlerweile einen Konsens gebe - ja. Das Thema gebe ihm jedoch weiterhin viel zu Denken und das aus ein paar Gründen, so Politologe Marek Cichocki in seinem Autorenkommentar für die Rzeczpospolita. Noch vor ein paar Jahren, erinnert der Autor, habe es in Deutschland einen solchen Konsens nicht gegeben. Und es sei schwer, keinen Zusammenhang mit den polnischen Reparationsforderungen zu sehen. Die deutsche Politik der Buße-Gesten sei eine Antwort auf diese Politik und das Denkmal in Berlin gehöre zweifellos ebenso dazu. So viel zu politischem Pragmatismus.

Die Sache habe jedoch auch eine andere Dimension, so Cichocki. Ein Teil der deutschen Historiker sei der Denkmal-Idee gegenüber sehr kritisch eingestellt. Denn das Projekt würde eine gewisse Ordnung stören. In ihrer Erinnerungskultur, so Cichocki, würden sich die Deutschen vor allem als diejenigen sehen, die ihre Schuld verarbeitet hätten und daher als Oberpädagogen Europas auftreten können. Daher seien auch die Stimmen so stark, laut denen ein Denkmal für polnische Opfer in Berlin eine Kapitulation gegenüber der "nationalistischen", "rechtskonservativen" Narration der polnischen Regierung wäre. Und dass man stattdessen in der deutschen Hauptstadt eine weitere Bildungseinrichtung bauen sollte, die sich mit der Bildung von uns Polen beschäftigen sollte, wie wir uns an die Verbrechen in Mittel- und Osteuropa erinnern sollten. Polens westliche Nachbarn, lesen wir, hätten eine eigene Erinnerungskultur ausgearbeitet, in der es keinen Platz mehr für eine einfache, bedingungslose Geste des Gedenkens an das schrecklichste Verbrechen gebe, das im XX. Jahrhundert an Polen und seinen Einwohnern verübt worden sei. 

Schließlich, so Cichocki, sollte uns die Frage zum Denkmal aber auch unser Opfer-Syndrom bewusst machen, mit dem wir selbst zurechtkommen müssten und das häufig von anderen genutzt werde. Je mehr die Polen die Verantwortung für sich selbst und ihre Zukunft übernehmen, desto schwieriger werde es sein, dieses Syndrom für politische Zwecke zu missbrauchen, so Marek Cichocki in der Rzeczpospolita. 

rp.pl/adn