Deutsche Redaktion

Zwangsarbeit von Häftlingen beim Bau der Nord Stream 2

29.10.2019 13:08
Die Beweise dazu sollen russische Aktivisten der Stiftung Freies Russland, mit Sitz in den USA, im Europäischen Parlament vorgelegt haben.
Die Presseschau
Die PresseschauPixabay.com

Energetyka24: Zwangsarbeit von Häftlingen beim Bau der Nord Stream 2

Das größte polnische Nachrichtenportal über Energiewesen und -Sicherheit berichtet über Beweise für den Einsatz von Gefangenen beim Bau der Nord Stream 2-Pipeline. Die Beweise dazu sollen russische Aktivisten der Stiftung Freies Russland, mit Sitz in den USA, im Europäischen Parlament vorgelegt haben. Demnach sollen Gefangene durch das russische Gefängnissystem gezwungen werden, für Unternehmen zu arbeiten, die die russisch-deutsche Gaspipeline bauen. Wie einer der russischen Aktivist betonte, sollen die Gefangenen beim Bau der Nord Stream 2 wie Sklaven behandelt werden. Wenn die Gefangenen sich weigern, heißt es weiter, sollen sie gedemütigt und gefoltert werden.

Wie einer der russischen Aktivisten, Ilja Zaslawski, in Straßburg argumentierte, habe sich seit der Sowjetzeit wenig geändert. Aufgrund seiner 8-jährigen Tätigkeit und Dokumentation von Sklavenarbeit in Russland, lesen wir, musste er sogar 2015 Russland verlassen und nach Frankreich ziehen.

Wie Energetyka24 berichtet, haben polnische Politiker bereits ihr Interesse an der Sache geäußert und westeuropäische Partner in dieser Investition, d.h. Deutschland und Österreich aufgerufen, die Angelegenheit zu klären. Der Experte der Stiftung Freies Russland, Ilhja Zasławski, argumentierte auch auf der Straßburger Konferenz, dass Gazprom über die Umwelt lüge, öffentliche Anhörungen im Zusammenhang mit der Umwelt fälsche und den europäischen und russischen Bürgern falsche Prognosen vorlege, so das Internetportal Energetyka24 in dem Beitrag über die angebliche Sklavenarbeit an dem deutsch-russischem Nord Stream2 Projekt.

 

Puls Biznesu: Polen nimmt die meisten Einwanderer in der gesamten EU auf

Das Finanzblatt Puls Biznesu, schreibt unterdessen, dass Polen der Mitgliedstaat der Europäischen Union ist, der Immigranten am häufigsten das Recht auf legalen Aufenthalt einräumt. Dies gehe aus den jüngsten Angaben des Statistischen Amts der EU - Eurostat hervor.

Im vergangenen Jahr, erteilten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union Bürgern von Ländern außerhalb der Gemeinschaft insgesamt über 3 Millionen Aufenthaltsgenehmigungen. Was  jedoch überraschend sei, ist, dass Polen hier die führende Position einnimmt. Nach der EU-Methodik, heißt es weiter, habe Polen zum ersten Mal innerhalb eines Jahres 635.000 Menschen den legalen Aufenthalt im Land gewährt. In dieser Hinsicht, so Puls Biznesu, liege Polen sogar vor Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien.

Am Schluss weist das Finanzblatt darauf hin, dass Polen auch in Bezug auf Arbeitsgenehmigungen europaweit führend sei. Solche Genehmigungen, lesen wir abschließend, wurden an der Weichsel letztes Jahr über 328 Tausend mal ausgestellt.


Piotr Siemiński