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Deutsche Redaktion

Die Pandemie als eine Chance

24.03.2020 11:30
Eine Zeit des Lernens und des Nachdenkens.  
Presseschau
PresseschauShutterstock.com

Polska The Times: Eine Zeit des Nachdenkens

In einem Gespräch mit der Tageszeitung Rzeczpospolita bezieht sich der Politikwissenschaftler und Philosoph, Professor Marcin Król auf die aktuelle Lage. Die Geschichte kenne ähnliche Situationen, die sogar oft einen dramatischeren Verlauf hatten, sagt Król. Er meine nicht nur die Spanische Grippe, sondern auch die Pest oder Cholera-Epidemien. Cholera habe im Jahr 1831 über 100 Tausend Bewohner von Berlin getötet. Unter den Opfern sei auch Georg Wilhelm Friedrich Hegel gewesen, nur sei es bis heute ungeklärt, ob ihn tatsächlich die Krankheit getötet habe oder ob er gestorben sei, weil er schon so alt gewesen war.

Noch früher sei es zu Epidemien gekommen, die bis zu 40 Prozent der Gesellschaft das Leben kosteten. Bislang habe die Pandemie des Coronavirus ein solches Ausmaß nicht angenommen, und werde es höchstwahrscheinlich auch nicht annehmen. Nicht bei dem heutigen Stand der menschlichen Entwicklung sagt der Politikwissenschaftler.

Auf der anderen Seite sollte man Schlüsse aus der aktuellen Lage ziehen, führt Król fort. Er wolle nicht behaupten, dass die Pandemie als eine Art Gotteszeichen zu deuten sei. Dennoch sei seit Langem etwas in der Luft gelegen. Er meine bestimmte Anzeichen einer Krise, erklärt der Philosoph, und zwar den unaufhörlichen Wachstum und den Drang nach Vergnügen, den sich die Menschen seit dem Ende des II. Weltkrieges auf eine bisher unbekannte Skala gegönnt hätten. Man könne diese Tendenzen selbstverständlich sehr nüchtern erklären und sie als sehr logisch bewerten. Zugleich enthielten sie ein gewisses Element des Wahns. Es wäre an der Zeit, so Król abschließend, sich zu vergegenwärtigen, dass der Mensch in einer nicht unbedingt sehr freundlichen Welt leben müsse. Man sollte die Zeit vielleicht auch dafür nutzen, um über den Sinn des Lebens nachzudenken. Die eigenen Kontakte mit anderen Menschen zu analysieren und die eigene Einstellung der Natur gegenüber neu zu gestalten.

FAKT: Anna und Robert Lewandowski helfen im Kampf gegen Corona 

Der Kapitän der polnischen Fußballnationalmannschaft und Stürmer des deutschen FC Bayern München Robert Lewandowski habe zur Bewältigung der Corona-Krise gemeinsam mit seiner Frau eine Million Euro gespendet, schreibt das Blatt Fakt. Es sei bereits bekannt, wohin das Geld fließen werde. Die eine Million Euro, umgerechnet ca. 4,5 Millionen Zloty, werden den polnischen Krankenhäusern und Ärzten zugutekommen.

Heute spielten alle in einer Mannschaft. Man sollte in diesem Kampf stark sein. Wenn sie jemandem helfen können, dann wollen sie es tun. Diese Situation treffe jeden von uns, schrieb das Paar in einer Erklärung am Wochenende.

DO RZECZY: Keine Terminänderung 

Die Wochenzeitschrift Do Rzeczy bezieht sich in der Internetausgabe auf die aktuelle Diskussion über die Verschiebung der Präsidentschaftswahl in Polen. Wegen der Pandemie plädiere die Opposition für eine Terminänderung, der für den 10. Mai bereits angekündigten Wahl. Diese Meinung werde übrigens von über 70 Prozent der befragten Polen geteilt, informiert das Portal. Die Regierenden würden seit mehreren Tagen jedoch konsequent wiederholen, dass bislang eine solche Lösung in Polen nicht in Erwägung gezogen werden müsse. Die Nachtragswahl vom vergangenen Sonntag habe gezeigt, dass die Durchführung einer Abstimmung momentan kein Problem darstelle, argumentiert die Regierung.

Zu diesem Thema habe sich letztens auch der Chef der Regierungspartei PiS, Jarosław Kaczyński geäußert. Geht es nach dem Politiker, habe die Staatsgewalt sogar eine Pflicht die Wahl am früher geplanten Termin durchzuführen. Das gehe direkt aus der Verfassung hervor. Aktuell gebe es keinen Grund für die Einführung eines Ausnahmezustands und nur dann wäre ein neuer Termin begründet. Man könne eine Wahl nicht einfach so verschieben, dafür müsse es verfassungsrechtliche Anzeichen geben, so Kaczyński.

Darüber hinaus wolle die regierende Partei die Einführung eines Ausnahmezustands vermeiden, weil eine solche Entscheidung weitgehende Einschränkungen der Bürgerrechte mit sich bringen würde, betonte der Chef der Recht und Gerechtigkeit.


Autor: Jakub Kukla