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Deutsche Redaktion

Ist das schon der III. Weltkrieg?

25.03.2020 09:06
Ohne Panzer, ohne Bomben, ohne Kampfflugzeuge und Soldaten aber dennoch nicht minder grausam. 
Presseblick
PresseblickFoto: pixabay

DO RZECZY: Gemeinsame Einkäufe vorerst nicht für Polen 

Die EU-Kommission wolle einen strategischen Vorrat an Beatmungsgeräten, Schutzkleidung, Virentests und Antibiotika anlegen, um Staaten in Not zu helfen, informiert die Wochenzeitschrift Do Rzeczy auf ihrem Internetportal. Die Kommission ziehe damit Konsequenzen aus der sich verschlechternden Lage in mehreren Gesundheitssystemen und aus der fehlenden Solidarität unter den Mitgliedstaaten. Polen könne aber in dem konkreten Fall auf die europäische Unterstützung nicht zählen. Die Regierung in Warschau habe sich zu spät dem europäischen Ausschreibungsmechanismus angeschlossen. Die Kommission habe die gemeinsame Beschaffung von Schutzkleidung und Beatmungsgeräten bereits Ende Februar eingeleitet. Die EU spiele damit ihre Marktmacht aus, die größer ist, als wenn jedes Land einzeln Material beschaffen würde. Polen habe seine Bereitschaft für die gemeinsamen Einkäufe erst Anfang März erklärt, so Do Rzeczy.

 

POLSKA/THE TIMES: III. Weltkrieg 

Wer anders denke, der irre – die Menschheit befinde sich momentan im Krieg. Es sei der III. Weltkrieg, schreibt in seinem Essay in der Tageszeitung Rzeczpospolita der Publizist Artur Ilgner. Es sei ein besonderer Konflikt, denn zum ersten Mal kämpften nicht verfeindete Armeen gegeneinander. Im Gegenteil. Die Menschheit habe sich vereint und versuche einen gemeinsamen Feind zu besiegen. Der Feind heiße COVID-19, es sei ein tückischer und rücksichtsloser Gegner, der die Welt der Menschen überfallen habe.

Geht es nach Ilgner seien wir Zeugen eines neuartigen Krieges: ohne Panzer, ohne Bomben, ohne Kampfflugzeuge und Soldaten. Es sei ein stiller Krieg, der dennoch sehr brutal verlaufe. Die ersten Opfer habe man noch in Dutzenden gerechnet, bald seien daraus Hunderte geworden, inzwischen würden schon täglich Tausende Menschen sterben. Die Lage bleibe weiterhin ungünstig, schreibt der Publizist. Momentan seien Europa und die Vereinigten Staaten besonders stark gefährdet. Hier schlage das Virus äußerst aggressiv zu. Aus eigenem Willen oder aufgrund staatlicher Verordnungen würden sich die Menschen in ihren vier Wänden verstecken. Die Straßen der europäischen Städte seien leer geworden. Es herrsche Unsicherheit und Angst. Hier und da auch Panik.

Die Welt habe den Atem angehalten, aber nach und nach werde uns klar, dass es kein Zurück zu der alten Wirklichkeit geben werde. Genauso wie nach World Trade Centre und anderen erschütternden und unerwarteten Ereignissen seien wir Zeugen eine weiteren Zäsur in der Menschheitsgeschichte. Den Kampf werde die Menschheit mit Sicherheit gewinnen, doch die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen würden sich in Zukunft zweifelsohne anders als bisher entwickeln. Bis sich aber die neue Ordnung geklärt habe, erwarte uns eine sehr chaotische Zeit. Jetzt schon würden sich die Amerikaner mit Chinesen mit gemeinsamen Beschuldigungen bewerfen, schreibt der Publizist und weist auf einen weiteren Aspekt der Corona-Krise hin. Und zwar, geht es nach Ilgner, habe der Mensch das Maß verloren. Dem Menschen sei Demut vor der Natur aber auch vor andern Menschen abhandengekommen. Der Mensch sei eitel und überheblich geworden. Er glaube, dass er die Welt unter Kontrolle habe. Die aktuelle Krise zeige, wie sehr er im Irrtum sei, lesen wir in Rzeczpospolita. 

POLSKA/THE TIMES: Keine Angst vor der Angst 

Die Tageszeitung Polska/The Times erklärt indes wie man eine mehrwöchige Quarantäne mehr oder weniger verschont überstehen kann. In einem Gespräch mit dem Blatt bestätigt Psychologin Natalia Biskupska, dass es auch unter Menschen die sich mögen, nach einer längeren Zeit zu Spannungen kommen könne. Man solle dabei nicht vergessen, dass die schwierige Lage alle Menschen betreffe – genauso Erwachsene wie auch Kinder. Aus diesem Grund schlage Biskupska vor, miteinander zu sprechen, die eigenen Emotionen zu benennen und gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, um mit den Ängsten in der schwierigen Zeit zurechtzukommen.

Man solle nicht so tun, als ob nichts geschehen wäre, führt die Psychologin fort. Man sollte dabei den Kontakt mit den Kindern nicht vernachlässigen. Auch wenn junge Menschen die Komplexität des Problems nicht erfassen, spüren sie genau die Unruhe, sehen ihren Eltern die Angst an. Man sollte daher die gemeinsame Zeit zu Hause nicht nur dafür nutzen, um Mathematik oder Chemie nachzuholen, sondern auch um über Emotionen und über Verantwortung mit den Kindern zu sprechen, sagt Psychologin Natalia Biskupska im Blatt Polska/The Times.

Jakub Kukla