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Deutsche Redaktion

Big Brother in Zeiten der Pandemie

07.04.2020 13:07
Während einer Pandemie kann der Minister für Digitalisierung Standortdaten von Mobilfunknetzbetreibern sammeln - und das nicht nur von infizierten Personen, warnt Dziennik Gazeta Prawna in Bezug auf eine neu eingereichte Gesetzesnovelle. 
Presseblick
PresseblickPixabay.com/ССO/

DGP: Big Brother in Zeiten der Pandemie 

Während einer Pandemie kann der Minister für Digitalisierung Standortdaten von Mobilfunknetzbetreibern sammeln - und das nicht nur von infizierten Personen, schreibt Dziennik Gazeta Prawna in Bezug auf eine Gesetzesnovelle. Der Premierminister könne wiederum alle Telekommunikationsdaten anfordern, die er zur Bekämpfung des Coronavirus für notwendig halte. Dies sei jedoch nicht alles. Der Minister solle auch Daten über den Standort von Geräten aller Netzwerkbenutzer erhalten, einschließlich von Geräten gesunder Bürger, meldet das Blatt. Dank den gesammelten Informationen kann man sehen, wo sich zum Beispiel Menschengruppen bilden und ob staatliche Beschränkungen eingehalten werden.

Die Regierung arbeite auch an einer weiteren App, behauptet das Blatt. Ihre Benutzer sollen benachrichtigt werden, ob sie möglicherweise Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten. Polen sei eines der ersten Länder, das eine solche Lösung umsetzen wolle. Dieselbe Lösung gäbe es bereits in Singapur. Ähnliche Schritte sollen bereits auch Großbritannien und Norwegen angekündigt haben, so Dziennik Gazeta Prawna.

Dziennik: Wirtschaftsuntergang könnte mehr Menschenleben kosten, als das Coronavirus 

Wir sollten die Epidemie genießen, denn nach ihr könnten schreckliche Zeiten einbrechen, warnt Andrzej Krajewski in seinem Kommentar für das Online-Blatt "Dziennik.pl".

Ein solcher Gedanke komme auf, wenn man sich das Geschehen um die Präsidentschaftswahlen ansehe, das von den politischen Eliten Polens angeführt werde. Der Amok der politischen Elite, die ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Präsidentschaftswahlen richte, brächte Polen der Katastrophe näher. Der Autor argumentiert, dass ein Wunder notwendig sei, damit die Anführer der wichtigsten Parteien ihre Vernunft und ihren Selbsterhaltungstrieb wiedererlangen, und bemerken, dass mit dem Fall der Wirtschaft jeder auf den Grund gehen werde. Dabei sei die Epidemie wie ein Krieg. Nur wer die besten Waffen produzieren kann gewinnt. Polen aber sei vollständig von Auslandslieferungen abhängig. Wenn also nicht die Vernunft der politischen Klasse, dann sollte zumindest der Überlebensinstinkt zuerst alles tun, um in Polen die Massenproduktion aller notwendigen Instrumente zur Bekämpfung der Epidemie zu starten.

Hinweise zum Einsatz wirtschaftlicher und administrativer Instrumente befänden sich in vielen Studien zur Organisation der Kriegswirtschaft während des Zweiten Weltkriegs. Die Rede sei dort über Regierungsaufträge privater Hersteller, notwendige Verstaatlichungen von Produktionsfirmen und die Umstellung ihrer Montagelinien auf die Produktion von "für die nationale Sicherheit wichtigen Produkten".

Die drastischen Lösungen aus der Vergangenheit hätten zudem auch viele Vorteile. Sie gäben Massen von Menschen und privaten Unternehmen die Möglichkeit, den aktuellen wirtschaftlichen Absturz zu überleben. Nur die Selbstversorgung minimiere das Risiko, das entstehen werde, wenn das Ende der landesweiten Quarantäne für die Polen zu einer Frage der Existenz werde. Selbst die besten Epidemiologen wüssten immer noch nicht, wann das Coronavirus uns in Ruhe lässt. Auf der anderen Seite seien sich Ökonomen einig, dass jeder weitere Monat des Aussterbens der polnischen Wirtschaft die Wahrscheinlichkeit ihres Niedergangs wahrscheinlicher mache. Falls es dazu kommen sollte, werde es keine Arbeit, kein Einkommen, keine Sicherheit, keine Hoffnung geben. Die Auswirkungen, warnt Andrzej Krajewski als Fazit, könnten um ein Vielfaches mehr Menschenleben als das Coronavirus kosten.


Niezależna: Polen muss eigene Arzneimittelsicherheit wieder aufbauen

Die polnische Pharmaindustrie werde ein großes Problem mit der Herstellung von Arzneimitteln haben. Der Grund -  Indien und China haben in Zeiten der globalen Krise die Arbeit an Wirkstoffen eingestellt und dadurch globale Lieferketten unterbrochen, schreibt das regierungsnahe Online-Nachrichtenportal niezależna.pl. Heute könne man sehen, dass neben der Lebensmittel- und Energiesicherheit die Arzneimittelsicherheit der Polen von entscheidender Bedeutung sei. Die Regierungen vieler Länder, überträfen sich aktuell beim Kauf von medizinischen Geräten wie Atemschutzmasken, Schutzanzügen und sogar gewöhnlichen Masken. Die Preise für die meisten Geräte sollen sich auch verdoppelt haben. Wie sich herausstelle, könnten Pole in Kürze auch Probleme auf dem Arzneimittelmarkt haben.

Hersteller von Arzneimitteln aus der Europäischen Union, aber auch den USA, seien stark von Herstellern von Wirkstoffen aus Indien und China abhängig. Damit bleiben auch Lieferungen nach Polen ungewiss und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Ende Mai viele Arzneimittel fehlen werden. Eine der ersten Schlussfolgerungen, die man aus dieser Krise ziehen sollte, überzeugen Experten, sei der Wiederaufbau der nationalen Arzneimittelsicherheit. Wir müssten damit aufhören, nur über Gewinne nachzudenken, lautet das Fazit von "niezależna", sondern die heimischen Produktion von neu aufbauen und selbstständig werden.


Piotr Siemiński