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Deutsche Redaktion

Hoher Preis für EU-Gelder

26.06.2020 12:21
In den Jahren 2010 - 2016 soll Polen von der EU eine durchschnittliche jährliche Finanzierung von weniger als 3 Prozent des BIP erhalten haben. Im gleichen Zeitraum sollen jedoch netto fast 5 Prozent aus Polen geflossen sein. Über diese Unregelmäßigkeit schreibt das Finanzblatt Obserwator Finansowy und beruft sich dabei an das vor kurzem herausgegebene Buch "Kapital und Ideologie" des französischen Wirtschaftswissenschaftlers, Thomas Piketty.
Kapital und Ideologie des franzsischen Wirtschaftswissenschaftlers, Thomas Piketty.
"Kapital und Ideologie" des französischen Wirtschaftswissenschaftlers, Thomas Piketty. pr

In seinem Buch vergleiche der Franzose die durchschnittlichen jährlichen Finanzströme von der Europäischen Union nach Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei mit ihren Abflüssen ins Ausland. Aus den aufgezählten Ländern, soll Piketty bemerken, flösse mehr Geld als in Form von offiziellen EU-Mitteln überwiesen werde. Diese Daten sollen, nach Ansicht des Franzosen, die Frustration vieler Bürger in EU-Mitgliedstaaten aus Mittel- und Osteuropa erklären. Der Ökonom erkläre, dass viele Polen, Tschechen und Ungarn ihre niedrigen Einnahmen dafür verantwortlich machen, dass ihr Land hauptsächlich von deutschen und französischen Investoren ausgeschöpft worden sei, die mit einem großen Angebot an billigen Arbeitskräften realisierte Gewinne in ihre Länder transferieren sollen.

Piketty bestätige zudem, dass westliche Investoren nach dem Fall des Kommunismus einen großen Teil des Kapitals in Osteuropa erworben haben. Die Ungleichheiten in Polen z.B. sollen deshalb nach der politischen Transformation nicht so stark zugenommen haben wie in Russland. Der  Grund? Ein großer Teil der Gewinne der in Polen tätigen Unternehmen werde noch immer ins Ausland überwiesen. Deshalb gäbe es in Polen, lautet die Erklärung des Finanzblatts, keine polnischen Oligarchen wie in Russland, weil das Geld, das Polens Bürger ausgeben, in die Taschen deutscher, französischer oder amerikanischer Milliardäre fließe.

Als Fazit zitiert Obserwator Finansowy den französischen Fachökonomen, das Osteuropa nur während der kommunistischen Zeit nicht westlichen Investoren gehört habe. Vor dem Zweiten Weltkrieg allerdings hätten westliche Investoren ebenfalls eine starke Position in unserer Region gehabt.    


Piotr Siemiński