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Deutsche Redaktion

Persönliche Eigenschaften von Trzaskowski und Duda werden entscheiden

29.06.2020 12:10
Bis jetzt hätten beide Kandidaten Stimmen ihrer treuen Wählerschaft gesammelt. Jetzt müssten sie um Wähler kämpfen, die ursprünglich nicht zu ihren Anhängern gehörten, meint das Wochenblatt DoRzeczy.
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Rzeczpospolita: Trzaskowski hat größere Wähler-Reserven

Die zweite Runde wird extrem verbissen sein, glaubt der Politikwissenschaftler Antoni Dudek in seinem Kommentar für das konservative Tagesblatt Rzeczpospolita. Obwohl der Unterschied zwischen Kandidat Nummer eins und Nummer zwei mit über 10 Prozent ziemlich groß sei, so zeige die Tatsache, wer und mit welchem Ergebnis auf dem dritten Platz liege, dass Trzaskowski unvergleichlich größere Reserven als Duda habe. Der Kampf werde deshalb sehr ausgeglichen sein.

Aufgrund dieser Ergebnisse sei es trotzdem schwierig zu sagen, wer eine bessere Chance haben werde. Die Wahlbeteiligung, sei bereits auf einem Rekordhoch und werde in der zweiten Runde um maximal einige Prozent ansteigen. Geht es nach Dudek, werden die Wähler des unabhängigen Szymon Hołownia, der den dritten Platz belegt hat, für Rafał Trzaskowski stimmen. Was die Wählerschaft des rechts-konservativen Krzysztof Bosak, auf Platz vier, betreffe, so bleibe ihre zweite Wahl für den Politologen unklar. Das Ergebnis der zweiten Runde werde aber auf jeden Fall von den Wählern von Hołownia, Bosak und denjenigen, die in der ersten Runde nicht gewählt haben, entschieden werden.

Jetzt werde der erbitterte Kampf um genau diese Wähler beginnen, heißt es weiter, aber sie werden entweder zu Hause bleiben oder für Trzaskowski stimmen, glaubt Dudek. Die meisten dieser Kandidaten seien nämlich gegen das Establishment, und die PiS sei heute eben die unbeliebte Führungsschicht. Das endgültige Wahlergebnis, prognostiziert der Politologe, werde sicherlich mit einer kleinen Mehrheit entschieden, und das sogar in der Größenordnung von einem Prozent.

DoRzeczy: Persönliche Merkmale von Trzaskowski und Duda werden entscheiden

Präsident Andrzej Duda, der eine Wiederwahl anstrebt, hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen mit fast 44 Prozent Stimmen gewonnen. Der Kandidat der Bürgerkoalition belegte mit über 30 Prozent den zweiten Platz. Für den finalen Sieg in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen werden von nun an die persönlichen Merkmale von Trzaskowski und Duda entscheidend sein, schreibt der Publizist Rafał Ziemkiewicz für das Online-Portal des rechts-konservativen Wochenblatts "DoRzeczy".

Bis jetzt hätten beide Kandidaten Stimmen ihrer treuen Wählerschaft gesammelt. Jetzt müssten sie um Wähler kämpfen, die ursprünglich nicht zu ihren Anhängern gehörten, prognostiziert Rafał Ziemkiewicz. Das neue Gesicht auf der politischen Szene Polens, Szymon Hołownia, der dem Autor nach, ein schwacher Präsidentschaftskandidat zu sein schien, habe jedoch alle mit dem dritten Platz in der ersten Runde überrascht. Der rechts-nationale Krzysztof Bosak erreichte mit unter 8 Prozent den vierten Platz in der Rangliste, was indes ein großartiges Ergebnis sei.

Der Publizist von "Do Rzeczy" verweist auch auf das Ende der Wahlkolonne, die vom radikalen linken Robert Biedroń und Władysław Kosiniak-Kamysz von der Volkspartei (PSL) besetzt wurde. Ihre Wahlergebnisse, so Ziemkiewicz, seien einfach schwach und nicht der Rede wert. Der Publizist verweist auf den Wahlkampf vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen. Und - seiner Meinung nach - erwarte uns eine interessante Zeit. Zwei Wochen eines heißen Wahlkampfs und harter Arbeit beider Wahlstäbe.

Umfragen vor den Wahlen hätten bislang gezeigt, bemerkt Ziemkiewicz abschließend, dass sich Andrzej Duda und Rafał Trzaskowski in der Endrunde ohne Konkurrenz gegenüberstehen würden. Und so sei es auch, ohne Überraschungen, passiert, schließt der Autor sein Kommentar zu der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen für do Rzeczy ab.


Niezależna.pl: Wählerströme

An wen werden die Anhänger der Kandidaten, die in der ersten Runde ausgeschieden sind, ihre Stimmen abgeben? Geht es nach dem regierungsnahen Nachrichtenportal niezależna.pl, sei es nicht so sicher, ob Wähler gehorsam den Empfehlungen ihrer bereits ausgeschiedenen Kandidaten folgen werden. Niezależna nach, sei es unwahrscheinlich, dass Polen, die für Gesichter der Opposition gestimmt haben, nun anerkennen werden, dass Rafał Trzaskowski in der zweiten Runde ihr Vertreter sein sollte. Dies gelte insbesondere für die Wähler von Władysław Kosiniak-Kamysz von der Volkspartei PSL und Krzysztof Bosak von der rechts-nationalen Konfederacja. Es sei schwer vorstellbar, überzeugt das Online-Blatt, dass polnische Bauern und Nationalisten, die in patriotischer und christlicher Tradition aufgewachsen seien, in zwei Wochen auf einmal für einen Vertreter linksliberaler Kreise stimmen werden. Aus ideologischen Gründen, sei der rechts-konservative Andrzej Duda ihnen sicherlich näher. Der Zustrom von Wählerkreisen sehe nur auf dem Papier gut aus, überzeugt das regierungsnahe Nachrichtenportal am Schluss und fügt hinzu, dass die ganze Angelegenheit in Wirklichkeit nicht so einfach sei und allein mit Umfragen nicht entschieden werden könne.   

DGP: Was muss passieren, um das PO-PiS-Duopol zu spalten?

Im Rennen um die Präsidentschaft seien zwei ernsthafte Spieler übrig geblieben, ein bisschen wie in den USA, findet der Gesprächspartner der Zeitung Dziennik/Gazeta Prawna, Dr. Jarosław Flis. Im Vorfeld ständen somit wieder einmal Parteien, die entweder regieren oder die wichtigste Oppositionskraft mit Unterstützung der lokalen Selbstverwaltungen seien. Sie hätten Tausende von Ratsmitgliedern, erkennbare Abgeordnete, Geld und vertraute Medien, die eine Atmosphäre des ständigen Kochens im Land aufrechterhalten.

Seit 20 Jahren, bemerkt Flis, stimmen polnische Wähler überwiegend für diese beiden Parteien. Aus journalistischer Sicht, so der Akademiker, träume man zwar von einer Veränderung, aber Journalisten seien keine repräsentative Gruppe, denn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung bevorzuge es über Veränderungen zu lesen, als sie zu erleben. In den vier wichtigsten Wahlen von 2007 bis 2019, seien zwei von der Bürgerplattform PO und zwei von der PiS gewonnen worden. Flis nach sehe die politische Szene Polens somit so aus, als würden zwei eingespielte Teams gleicher Stärke miteinander Tauziehen.

In Polen hätte man es deshalb mit einer außergewöhnlich stabilisierten politischen Szene zu tun, was im Vergleich zu Westeuropa eine Sensation sei. Es hätte allerdings nur wenig gefehlt, um dieses Gleichgewicht zu stören. Wenn die PiS nach den ersten Appellen der Opposition wegen der Covid-Pandemie den Zustand einer Naturkatastrophe eingeführt und die Wahl auf den August verschoben hätte, überzeugt Flis, wäre das politische Duopol beseitigt. Der Grund? Falls Małgorzata Kidawa-Błońska dadurch immer noch die Kandidatin der Bürgerplattform wäre, würde dies laut dem Politikwissenschaftler bedeuten, dass die PO aus dem Spiel fallen würde.

Mit schmutziger Politik sei es nämlich wie mit schmutzigen Kindern aus einem alten Witz - man wüsste nicht, ob man die alten waschen oder besser neue machen sollte. Im Fall politischer Parteien, erklärt der Politologe abschließend im Interview mit der DGP, sei es am effektivsten, die alten zu waschen. Im Fall von Politikern, zahle es sich aus neue zu machen. Dies sei eine bewährte Methode und könne vor allem am Beispiel des Kandidaten der Bürgerplattform, Rafał Trzaskowski, beobachtet werden.

 

Piotr Siemiński