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Deutsche Redaktion

Der Kampf geht in die Stichwahl

30.06.2020 10:17
Zur Wahl stehen der amtierende Staatspräsident Andrzej Duda und sein Gegenkandidat Rafał Trzaskowski.
Presseschau
PresseschauShutterstock.com

RZECZPOSPOLITA: Entscheidender Kampf

In einem Schreiben an seine Parteileute bezieht sich der Chef der kleinen Partei "Porozumienie", die seit fünf Jahren gemeinsam mit der konservativen PiS an der Macht ist, auf die politische Lage vor der Stichwahl. Darin bedankt sich Jarosław Gowin bei den Parteimitgliedern für ihr Engagement in den Wahlkampf von Präsident Andrzej Duda. Er unterstrich zugleich, dass die Regierungskoalition in Polen vor einem entscheidenden Kampf stehe, denn der Sieg des oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Rafał Trzaskowski würde eine Eskalation des politischen Konflikts mit sich bringen.

Geht es nach Gowin würde ein Präsident aus den Oppositionsreihen die Ideen der Regierungspartei boykottieren, um die regierende Koalition zu schwächen. Im Grunde genommen würde er somit aber gegen die Kondition Polens vorgehen. Chaos wäre die Folge.

Die Wahl zwischen Andrzej Duda und Rafał Trzaskowski sei eine Wahl zwischen einem ambitionierten und dynamischen Polen und einem Land, das sich mit seiner mittelmäßigen Position zufriedengebe. Man müsse daher alles Mögliche unternehmen, damit weitere Reformen in Polen möglich wären, meint Gowin in dem Brief an seine Kollegen.

 
DZIENNIK: GAZETA PRAWNA: Die Pläne der Nummer 3

Szymon Hołownia – der Dritte im Präsidentschaftswahlkampf – hat den Ausgang der Wahl zusammengefasst, berichtet die Tageszeitung Dziennik/Gazeta Prawna. Noch vor kurzem habe er gehofft, dass er einen dritten Weg zwischen den zwei Parteien, die die politische Szene in Polen zementiert hatten, finden werde. Das Ergebnis der Wahl zeige jedoch, dass es für ein solches Szenario wohl noch etwas zu früh sei. Doch immer hin hätten ihm über 2,5 Millionen Menschen vertraut. Seine Wähler und er seien nun die dritte Stimme in der polnischen Politik geworden. Deshalb versichere er, dass er seine Bestrebungen nach einem besseren Polen nicht aufgeben werde. Nur müsse sich die Formel seiner politischen Aktivität verändern. Die ganze Zeit im Wahlkampf-Modus zu funktionieren wäre unmöglich, meint der Aktivist.

Hołownia wolle sich nun mit den Mitarbeitern aus allen Regionen Polens treffen, um über die politische Situation und die Zukunftsperspektiven zu diskutieren. Danach werde er entscheiden, wie die nächsten Schritte seiner politischen Bewegung aussehen würden.

Szymon Hołownia, Buchautor und Fernsehentertainer, hat bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag fast 14 Prozent der Stimmen bekommen und wurde dritter. Seine Wähler könnten größtenteils den Ausgang der Stichwahl bestimmen, so Dziennik/Gazeta Prawna.

 
FAKT: Horror in der Tönnies-Fabrik

Erst war es nur ein Landkreis, nun folgt der nächste: Rund um die Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück müssen sich viele Menschen wieder im Lockdown zurechtfinden. Grund für den Schritt ist der Corona-Massenausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies. Beim Schlachtbetrieb hatten sich über 1500 Beschäftigte mit dem Virus infiziert.

Über das Verhalten des Konzerns sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfallen, Armin Laschet, die Kooperationsbereitschaft hätte größer sein können, berichtet die Tageszeitung Fakt. Vor kurzem habe sich auch herausgestellt, dass in dem Konzern 900 polnische Arbeiter angestellt waren. Es gäbe auch viele Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien. Bereits vor der Corona-Krise habe das Unternehmen unter Kritik wegen der schlechten Arbeitsbedingungen gestanden.

Das Blatt druckt ein Gespräch mit einem Polen, der bei Tönnies angestellt war. Selten hätten sie die Arbeit nach acht Stunden beendet, sagt der Mann. Meistens seien es 12, manchmal sogar 13 Stunden am Tag gewesen. Man habe theoretisch die Überstunden zusammengezählt, das entsprechende Geld dafür wurde aber nie ausgezahlt. Im Betrieb sei es kalt und feucht geworden. Die Produktionsbänder hätten sich sehr schnell bewegt. Nachts habe er weinende Kollegen gehört. Ihre Hände waren blutig und angeschwollen.

Die Arbeitsbedingungen hätten sich immer dann verbessert, wenn es eine Kontrolle geben sollte. Nur seien diese immer angesagt worden, so dass sich der Arbeitgeber auf einen solchen Besuch hatte vorbereiten können, schreibt die Tageszeitung Fakt über die Arbeitszustände in der Tönnies-Fabrik.


Jakub Kukla