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Deutsche Redaktion

Ein Unentschieden, das Hoffnung gibt

09.09.2021 11:00
Die Tageszeitung Rzeczpospolita freut sich in ihrem Sportteil über das Unentschieden im Spiel der polnischen Fußballmannschaft gegen England.
Piłkarz reprezentacji Polski Adam Buksa (P) i Harry Maguire (L) z Anglii podczas meczu eliminacyjnego do mistrzostw świata 2022
Piłkarz reprezentacji Polski Adam Buksa (P) i Harry Maguire (L) z Anglii podczas meczu eliminacyjnego do mistrzostw świata 2022PAP/Piotr Nowak

RZECZPOSPOLITA: Ein Unentschieden, das Hoffnung gibt

Die Tageszeitung Rzeczpospolita freut sich in ihrem Sportteil über das Unentschieden im Spiel der polnischen Fußballmannschaft gegen England. In den letzten drei Spielen der WM-Qualifikation hätten die polnischen Spieler eine Metamorphose durchgemacht, stell das Blatt fest. Aus einer unsicheren Mannschaft, die vor den selbstsicheren Albanern gezittert habe, sei ein tapferes und konsequent spielendes Team geworden. Die meiste Zeit sei die polnische Nationalmannschaft gestern ein gleichberechtigter Partner für die Gäste aus England gewesen.

Er sei überglücklich, sagte nach dem Spiel Damian Szymański, der den englischen Torjäger in der Nachspielzeit bezwungen habe. Seine Träume würden gerade in Erfüllung gehen. Er habe dafür hart gearbeitet, mit verschiedenen Verletzungen gekämpft. Es sei das schönste Spiel in seiner bisherigen Karriere gewesen, er hoffe, dass auch nicht das letzte. In der ersten Halbzeit habe sich die Mannschaft besser präsentiert. Dann habe es eben Momente der Nervosität gegeben. Letztendlich habe Polen aber bewiesen, dass es bis zum Ende kämpfen könne und somit sei das Spiel doch noch mit einem Unentschieden zu Ende gegangen, zitiert das Blatt den polnischen Fußballer.  

SUPER EXPRESS: Verzweifelter Protest

Während die Sportteile der polnischen Zeitungen die weiß-rote Nationalmannschaft bejubeln und sich über den Ausgang des gestrigen Spiels auf dem Nationalstadion in Warschau freuen, erinnert das Blatt Super Express an ein dramatisches Ereignis aus dem Jahr 1968. Die Tragödie habe sich am gleichen Ort abgespielt. Und zwar auf dem damaligen Stadion Dziesięciolecia – dem Vorgänger des heutigen Nationalstadions. Während des Erntedankfestes am 8. September 1968 in der Sportanlage, auf der neben 100.000 Zuschauern auf den Tribünen auch führende Genossen der kommunistischen Partei und Diplomaten aus dem Ausland anwesend waren, habe ein Philosoph und ehemaliger Soldat der polnischen Heimatarmee eine Selbstverbrennung verübt. Somit habe Ryszard Siwiec versucht, gegen den Einmarsch des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei im August desselben Jahres und das sozialistische Regime in Polen zu protestieren.

Siwiec sei in ein nahes Krankenhaus gebracht und sei vier Tage nach dem Vorfall an den Folgen seiner Verbrennungen gestorben. Den in der Nähe stehenden Zeugen im Stadion und den Feuerwehrleuten, die ihn retten wollten, habe man nach Siwiec’ Tod einzureden versucht, er sei psychisch krank gewesen. In keinem der gänzlich staatlichen Medien habe man nur auch ein Wort über die Tat berichtet. Zwar hätten Mitarbeiter der Geheimpolizei den Vorfall mit eigenen Kameras aufgenommen. Die Öffentlichkeit habe jedoch nichts darüber erfahren. Auch heute bleibe die symbolische Gäste des Ryszard Siwiec in Polen ein eher vergessenes Thema, stellt die Tageszeitung abschließend fest.


GAZETA POLSKA CODZIENNIE: Frischeeffekt verschwunden

Die Tageszeitung Gazeta Polska Codziennie kommentiert die Ergebnisse einer neuen Umfrage. Der Erhebung sei zu entnehmen, dass die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit auf der führenden Position erstarke. In den letzten Tagen habe die Gruppierung ihre Ergebnis verbessert und bleibe mit fast 37 Prozent ein klarer Favorit im politischen Rennen. An zweiter Stelle sei die Bürgerplattform (PO) mit ihrem alten-neuen Chef Donald Tusk gelandet. Es sei eine weitere Studie, die die schwindende Unterstützung für die größte Oppositionspartei zeige. Die PO habe im Vergleich mit der letzten Studie über drei Prozentpunkte verloren.

Laut Kommentatoren würden die Spannungen an der polnisch-belarussischen Grenze der schwankenden, unentschlossenen Opposition schaden. Außerdem, so Gazeta Polska Codzienni abschließend, wirke der Frischeeffekt von Donald Tusk auf dem Posten des neuen Chefs der oppositionellen Bürgerplattform nicht mehr.

Jakub Kukla