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Deutsche Redaktion

Migrationskrise - eine erste Bilanz

01.12.2021 13:48
Ist Polen in der Migrationskrise außenpolitisch zunehmend isoliert? Oder braucht das Land einfach keine Hilfe von außen? Und: Lewandowski hat eine Traumsaison hinter sich. Auch in der aktuellen führt er die Torjäger-Rankings an. Und ist im Ballon d’Or trotzdem zweiter. Mehr zu diesen Themen in der Presseschau mit Jakub Kukla. 
Białoruś może wypuścić bandytów z więzienia, może przyjść armia Kadyrowa z Czeczenii - wymieniał Witold Waszczykowski
Białoruś może wypuścić bandytów z więzienia, może przyjść armia Kadyrowa z Czeczenii - wymieniał Witold Waszczykowskishutterstock.com/Djordje Kostic

POLITYKA: Die erste Bilanz

In seinem Feuilleton in der Wochenzeitschrift Polityka unternimmt der Politikwissenschaftler, Professor Antoni Dudek den Versuch, eine Bilanz der Migrationskrise an der polnisch-belarussischen Grenze zu ziehen. Auf der diplomatischen Ebene habe die Krise gezeigt, dass die Regierung in Warschau zwar auf eine mündliche Unterstützung der Europäischen Union und des Nordatlantikpakts rechnen könne. Auf eine Ausarbeitung einer gemeinsamen Strategie allerdings nicht mehr. Eben aus diesem Grund habe der polnische Premierminister in den schwierigsten Momenten Hauptstädte wie Berlin, Paris oder Washington nicht besucht, erinnert Professor Dudek. Die fortschreitende Isolierung Polens in den internationalen Beziehung ändere zugleich nichts an der Tatsache, dass in der Innenpolitik die bisherige Bilanz der Krise für die regierende Partei positiv ausfalle. Aus einer soziologischen Studie, die Mitte November durchgeführt wurde, gehe hervor, dass 54 Prozent der Polen die Reaktion der Regierung in Warschau als gut bewerten. Entgegengesetzter Meinung seien 38 Prozent. Dies bedeute, dass die Gruppe derjenigen, die eine harte Politik gegenüber Belarus befürworten, größer sei, als die Wählerschaft der Regierungspartei allein. Man könne sich darüber ärgern, insbesondere wenn jemand die Meinung vertrete, dass humanitäres Handeln vor den Parteiinteressen stehen sollte. Wenn Politiker der Opposition aber ernsthaft über eine künftige Machtübernahme denken, dann dürfen sie die Perspektive der Mehrheit der Polen nicht ignorieren.

Wenn man die Zustimmungswerte für die einzelnen Parteien in den vergangenen drei Monaten beobachte, sehe man, dass die Krise an der Grenze den Regierenden geholfen habe. Die regelmäßigen Verluste hätten an Tempo verloren, deshalb nutze man das Thema weiterhin in der öffentlichen Debatte. Einerseits würden die Regierenden versuchen, eine Atmosphäre der Bedrohung zu schüren, die eventuelle politische Profite bringen könnte. Auf der anderen Seite nutze man das Thema zugleich auch dazu, um die Opposition als labil und unseriös darzustellen. Da dieser Prozess weiterhin fortschreite, werde man erst im kommenden Jahr feststellen können, ob die Operation mit jenem Ergebnis enden werde, dass sich die PiS-Partei von ihr erhoffe, so Antoni Dudek in der Wochenzeitschrift Polityka.

SUPER EXPRESS: Unterstützung für Polen

Eine andere Sichtweise auf die internationalen Kontakte stellt in einem Gespräch mit der Tageszeitung Super Express Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki vor. Seiner Ansicht nach, würden Polens Partner in der EU und Nato die Regierung in Warschau in ihren Handlungen stark unterstützen, sagt Morawiecki. Unabhängig davon, ob es sich um Frankreich, Deutschland, Großbritannien oder die Slowakei handle, könne Polen auf Unterstützung zählen. Dies sei sicherlich ein Ergebnis der vielen Gespräche, die polnische Politiker in den vergangenen Tagen geführt hätten. Nur gebe es heute keine Notwendigkeit, die praktische Hilfe anderer Staaten anzunehmen. Polnische Soldaten und Grenzschützer würden die Situation unter Kontrolle haben. Bis dahin laufe alles nach Plan, meint Polens Premierminister. Als Politiker in Westeuropa gesehen hätten, wie eine Menschenmenge die polnische Grenze angreife, habe man sich dort sehr rasch vergegenwärtigt, dass das Problem ernst sei, und dass es sich faktisch um die europäische Sicherheit handele. Polen werde nicht zulassen, dass ein Glied der europäischen Sicherheitskette gebrochen werde, sagt Mateusz Morawiecki im Gespräch mit Super Express.

RZECZPOSPOLITA: Lewandowski ist zweiter

Der Ballon d'Or, der Preis für den besten Fußballer der Welt, ging nicht an Robert Lewandowski. Lionel Messi erhielt in Paris den Goldenen Ball, den die französische Zeitung „France Football“ seit 1956 vergibt. 613 Punkte bekam Messi von der internationalen Journalisten-Jury, Lewandowski liegt mit 580 Punkten nur knapp dahinter auf Platz 2. Das könne doch nicht wahr sein, müssen wohl viele Fußballfans in Polen gedacht haben, schreibt in seinem Kommentar im Sportteil der Tageszeitung Rzeczpospolita der renommierte polnische Sportjournalist Stefan Szczepłek.

2021 habe Lewandowski mit 41 Treffern einen neuen Bundesliga-Torrekord aufgestellt, er sei wieder Meister geworden. In diesem Jahr führe er die Torschützenlisten der Champions League (9 Treffer) und Bundesliga (14 Treffer) an. Doch das habe offensichtlich nicht ausgereicht. Dies wundere aber Stefan Szczepłek nicht, lesen wir. Messi habe einen guten Ruf. Sein Name beeinflusse in erster Linie diejenigen, die nicht auf dem Laufenden seien, sondern automatisch abstimmen. In diesem Wettbewerb bedeute die Stimme eines professionellen Sportkenners aus England, Deutschland, Spanien oder Italien genauso viel, wie die Meinung eines Halb-Amateurs aus einem exotischen Land. Er habe dies während seiner vielen Reisen oft erlebt. Die Abstimmung ähnele in diesem Kontext den Noten, die man in Kunst vergeben könne. Sobald man die Juroren mit seinem künstlerischen Auftreten überzeugt, werde man Sieger. Und eben damit beeindruckt Messi seit vielen Jahren, so Stefan Szczepłek in Rzeczpospolita.

 

Autor: Jakub Kukla