X
Sehr geehrter\e Benutzer\in,
am 25. Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung des Europäischen Parlaments und des Rates (EU) 2016/679 vom 27. April 2016 (DSGVO) in Kraft getreten. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten auf dem Portal PolskieRadio.pl vertraut zu machen.
1.Der Datenverwalter ist Polskie Radio S.A. mit Hauptsitz in Warschau, al. Niepodleglosci 77/85, 00-977 Warszawa
2.Bei Fragen zu Ihren Daten wenden Sie sich bitte an den Datenschutzbeauftragten, E-mail: iod@polskieradio.pl, Tel. 22645 34 03
3.Personenbezogene Daten werden zu Marketingzwecken mit Ihrer Einwilligung verarbeitet.
4.Personenbezogene Daten dürfen nur zum Zwecke der ordnungsgemäßen Erbringung der in der Datenschutzerklärung definierten Leistungen zur Verfügung gestellt werden
5.Personenbezogene Daten werden außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums oder an eine internationale Organisation übermittelt
6.Personenbezogene Daten werden für einen Zeitraum von 5 Jahren ab der Deaktivierung Ihres Benutzerkontos gemäß den gesetzlichen Bestimmungen gespeichert.
7.Sie haben das Recht, auf Ihre personenbezogenen Daten zurückzugreifen, sie zu korrigieren, zu übertragen, zu löschen oder zu beschränken.
8.Sie haben das Recht, der weiteren Verarbeitung zu widersprechen, und wenn Sie der Verarbeitung personenbezogener Daten zustimmen, diese zu widerrufen. Die Ausübung des Widerrufsrechts berührt nicht die Datenverarbeitung bis zum Zeitpunkt des Widerrufs.
9.Sie haben das Recht, eine Beschwerde bei der Datenschutzaufsichtsbehörde einzureichen.
10.Polskie Radio S.A. weist darauf hin, dass während der Verarbeitung personenbezogener Daten keine automatisierten Entscheidungen getroffen werden und keine Profilierung erfolgt.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Einverständnis
Deutsche Redaktion

Wieso ist die Energie so teuer geworden?

12.01.2022 10:46
In der zweiten Dezemberhälfte habe die Energiebehörde die Preiserhöhungen für Strom und Gas bekannt gegeben, erinnert die Tageszeitung Rzeczpospolita. Dies bedeute, dass die Polen im neuen Jahr mit deutlich höheren Preisen rechnen müssen. Für einen polnischen Durchschnittshaushalt würden die Gaspreise um 40 bis sogar 60 Prozent höher sein. Die Strompreise sollen wiederum um ein Viertel steigen. 
Presseschau
PresseschauShutterstock.com

RZECZPOSPOLITA: Wieso ist die Energie so teuer geworden? 

In der zweiten Dezemberhälfte habe die Energiebehörde die Preiserhöhungen für Strom und Gas bekannt gegeben, erinnert die Tageszeitung Rzeczpospolita. Dies bedeute, dass die Polen im neuen Jahr mit deutlich höheren Preisen rechnen müssen. Für einen polnischen Durchschnittshaushalt würden die Gaspreise um 40 bis sogar 60 Prozent höher sein. Die Strompreise sollen wiederum um ein Viertel steigen. Regierungsvertreter würden argumentieren, dass die ungünstige Veränderung zum einen mit der unberechenbaren Energiepolitik Russlands verbunden sei. Moskau, so die polnische Regierung, versuche die europäischen Kontrahenten durch die eingeschränkten Lieferungen unter Druck zu setzen. Auf der anderen Seite, heißt es, würden die Erhöhungen durch die europäische Klimapolitik verursacht, die die Vorgängerregierung von Donald Tusk einst befürwortet hatte. Die Regierenden würden nun ein Hilfspaket vorbereiten, lesen wir weiter in der Rzeczpospolita. Die Hilfe solle sich an 7 Millionen Haushalte in Polen richten.

Das Meinungsforschungsinstitut SW Research hat im Auftrag des Blattes die Polen befragt, inwieweit sie die Sichtweise der Regierenden in Bezug auf die Erhöhungen teilen. Der neuen Studie sei zu entnehmen, dass ca. 40 Prozent der Befragten den Grund für die höheren Preise in der Politik der aktuellen Regierung sehen. Die Ansicht, dass hinter den Preissteigerungen die Klimapolitik der EU stehe, würden 15 Prozent teilen. Weitere 11 Prozent seien der Ansicht, dass Russlands Politik zu höheren Energiepreisen geführt habe, so Rzeczpospolita. 

SUPER EXPRESS: Medizinischer Rat spricht Klartext 

Die Tageszeitung Super Express bezieht sich in der neuen Ausgabe auf die Meinung des medizinischen Rates zu der Pandemielage in Polen. Die Ratsmitglieder hätten festgestellt, dass eine Impfung gegen Covid ein rein medizinischer Vorgang sei, der die Gesundheit und das Leben der Menschen retten könne. Die Impfung könne auch deutlich zu einer Minderung der Pandemiefolgen beitragen. Jegliche Gegenargumentation habe keinen wissenschaftlichen Halt und könne das menschliche Leben gefährden. In diesem Kontext gehe der Rat davon aus, dass Personen, die öffentliche Posten bekleiden und sich gegen die Impfungen aussprechen, mit Konsequenzen zu rechnen hätten, heißt es.

Zum ersten Mal habe der Rat derart klar Stellung bezogen, schreibt das Blatt. Diese Worte seien eine Reaktion auf die Aussage einer lokalen Bildungskuratorin, die die allgemeine Impfaktion als Experiment bezeichnet habe. Die Aussage löste heftige Emotionen aus. Die Forderungen nach einem Rücktritt der Bildungskuratorin seien nicht nur aus den oppositionellen Reihen gekommen. Auch einige Vertreter der regierenden Partei PiS hätten sich für den Rücktritt von Barbara Nowak ausgesprochen. Insgesamt sei die Regierungspartei jedoch gespalten geblieben und letztendlich habe die Kuratorin ihren Posten behalten.

Die klare Haltung des medizinischen Rates solle, nach Angaben der Tageszeitung, eine eventuelle Spaltung im Rahmen des Gremiums verhindern, und diejenigen Spezialisten beruhigen, die entschlossenere Worte bislang vermisst hätten. Gleichzeitig bleibe die Frage offen, welche Stellung der Regierungschef zu dem Appell der Mediziner beziehen werde. Bislang habe sich die regierende Partei vor einer klaren Stellungnahme gedrückt, so Super Express. 

DZIENNIK/GAZETA PRAWNA: Die Kirche verliert junge Gläubige 

Immer mehr junge Polen würden der katholischen Kirche in Polen den Rücken kehren, schreibt die Tageszeitung Dziennik/Gazeta Prawna in der neuen Ausgabe. Eine brandneue Studie solle es zwar erst in den kommenden Wochen geben, der bisherigen aber sei zu entnehmen, dass die Religiosität der Polen in den vergangenen 30 Jahren von 94 auf 87 Prozent zurückgegangen ist. Deutlich schneller vollziehe sich der Rückgang von religiösen Praktiken. Im untersuchten Zeitraum sei die Anzahl derjenigen, die ihren Glauben praktizieren, von 70 auf 43 Prozent gefallen. Die deutlichste Veränderung gäbe es unter jungen Katholiken. Im Vergleich mit den 70 Prozent der aktiven Gläubigen von vor 30 Jahren, hätten vor einem Jahr nur noch weniger als 23 Prozent der jungen Polen ihren Glauben praktiziert. Für diese Entwicklung gebe es mehrere Gründe. Große Unterschiede zwischen den Generationen seien die Erfahrungen des Kommunismus und die Wahrnehmung des polnischen Papstes. Für junge Polen sei der Kommunismus schon Archäologie, auch hätten sie das Charisma von Johannes Paul dem II. nicht persönlich erlebt.

Ein anderer wichtiger Grund sei das sich radikal verschlechternde Bild der Kirche in Polen, die schwierige Probleme aus der Vergangenheit nicht lösen könne. Dahinter stehe eine wirkliche Schwäche vieler geistlicher und weltlicher Anhänger der Katholischen Kirche. Solange die Kirche nicht mit ihrer Vergangenheit abrechne, werde ihr die junge Generation kein Vertrauen schenken. Auch die politische Aktivität der Kirche und die eindeutige Einflussnahme auf politische Prozesse in der hiesigen Politik seien nicht bedeutungslos, schreibt die Tageszeitung Dziennik/Gazeta Prawna.



Jakub Kukla