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Rekordeinnahmen aus dem Auslandstourismus

28.07.2026 10:00
Polen als Touristenmagnet, neue Machtkämpfe in der größten Oppositionspartei und die wahren Gründe für Robert Lewandowskis Abschied vom FC Barcelona – das sind drei der Themen in der heutigen Presseschau. 
Polen wird fr auslndische Touristen immer attraktiver.
Polen wird für ausländische Touristen immer attraktiver.Shutterstock/Atstock Productions

BUSINESS INSIDER POLSKA: Rekordeinnahmen aus dem Auslandstourismus 

Polen wird für ausländische Touristen immer attraktiver. Nach einer Analyse der Bank Pekao gaben Besucher aus dem Ausland im Jahr 2025 insgesamt rund 41,3 Milliarden Złoty im Land aus – so viel wie nie zuvor. Den größten Anteil daran hatten Reisende aus Deutschland und der Ukraine, berichtet Business Insider Polska. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben ausländischer Touristen um zwölf Prozent. Besonders gefragt waren die Städte Krakau und Warschau.

Die meisten internationalen Gäste reisten in die Woiwodschaften Kleinpolen, Masowien und Westpommern. Deutsche Urlauber bevorzugten vor allem die Ostseeküste, während Besucher aus Großbritannien, Italien und den USA überwiegend Kleinpolen sowie die Region um Warschau wählten. Deutschland stellt weiterhin die größte Gruppe ausländischer Touristen in Polen. 

Nach Angaben von Krzysztof Mrówczyński, Leiter der Branchenanalysen bei der Bank Pekao, wächst zudem die Zahl der Touristen aus Großbritannien, den USA und anderen Nicht-EU-Staaten deutlich. Dies zeige, dass Polen zunehmend als eigenständiges Reiseziel wahrgenommen werde und nicht mehr nur als Zwischenstation auf einer Europareise. Der Analyse zufolge entfielen im Jahr 2025 bereits 42 Prozent des gesamten ausländischen Reiseverkehrs nach Polen auf Besucher aus Staaten außerhalb der Europäischen Union. 

DO RZECZY: Kurski erneut in „Topform”

Der frühere TVP-Chef Jacek Kurski ist überraschend in die erste Reihe der polnischen Innenpolitik zurückgekehrt, schreibt die Wochenzeitung Do Rzeczy. Nach dem Machtwechsel 2023 und dem schlechten Abschneiden bei der Europawahl war es lange ruhig um ihn gewesen. Nun sorgt er erneut für Schlagzeilen. Politiker aus dem Umfeld des früheren Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki, bezeichneten Kurski als einen der „Intriganten“ innerhalb der PiS, die Morawiecki aus der Partei gedrängt hätten.

Am Wochenende griff Kurski in einem Interview mit dem PiS-nahen Fernsehsender Republika den ehemaligen Regierungschef scharf an. Dabei erinnerte er an Morawieckis frühere Tätigkeit im Wirtschaftsrat des damaligen Ministerpräsidenten Donald Tusk und stellte einen Zusammenhang mit der Flugzeugkatastrophe von Smolensk her. Kurski warf Tusk vor, Wladimir Putin unmittelbar nach der Katastrophe die Hand gereicht zu haben – dieselbe Hand, mit der er wenige Wochen zuvor Morawiecki berufen habe.

Der Politikwissenschaftler Antoni Dudek erklärte Kurski habe lediglich öffentlich ausgesprochen, was viele in der PiS schon lange gedacht hätten. Morawieckis gesamte politische Karriere innerhalb der Partei habe auf der Unterstützung von Parteichef Jarosław Kaczyński beruht. Seit der Wahlniederlage 2023 verliere dieser Rückhalt jedoch zunehmend an Bedeutung. Nun befinde sich die Partei in einer Phase der Trennung, so Dudek.

Die Parteiführung der PiS will heute offiziell über den Ausschluss von Mitgliedern der Vereinigung Rozwój Plus entscheiden, die sie als „Abspalter“ bezeichnet, schreibt Do Rzeczy. Morawiecki und seine Anhänger werfen der Parteispitze hingegen vor, systematisch aus der PiS gedrängt worden zu sein. Nach Ansicht Dudeks habe Kaczyński mit seinem Vorgehen Ministerpräsident Donald Tusk unnötig politischen Spielraum verschafft. 

Sollten Morawieckis Anhänger nach ihrem Ausschluss einen eigenen Kandidaten für das Amt des Sejm-Vizepräsidenten aufstellen, würde sich der parteiinterne Konflikt weiter verschärfen, fügt Dudek hinzu. PiS-Fraktionschef Mariusz Błaszczak hatte am Montag angekündigt, dass die Partei Marcin Ociepa, den früheren stellvertretenden Verteidigungsminister, für das Amt nominieren werde. Sollte die Regierungskoalition stattdessen einen Kandidaten aus Morawieckis Lager unterstützen, könnte dies den Konflikt innerhalb der PiS weiter vertiefen, so Dudek. 

WP.PL: Einsatzgarantie wichtiger als Geld 

Robert Lewandowski hat inzwischen seine ersten Spiele für den Klub Chicago Fire absolviert. Nun sind weitere Details über die Hintergründe seines Abschieds vom FC Barcelona bekannt geworden, berichtet das Portal WP Sportowe Fakty. Lange galt es als wahrscheinlich, dass der polnische Nationalspieler auch in der neuen Saison für den spanischen Meister auflaufen würde. Lewandowski selbst wollte seinen Vertrag verlängern – wohl für seine letzte Spielzeit auf höchstem Niveau. Auch privat fühlte sich seine Familie in Spanien offenbar sehr wohl. Statt eines neuen Vertrags wechselte der Stürmer jedoch in die nordamerikanische MLS.

Einblicke in die Verhandlungen gab Spielerberater Pini Zahavi. Nach seinen Angaben wollte Barcelonas Präsident Joan Laporta Lewandowski unbedingt ein weiteres Jahr halten. Die sportliche Entscheidung habe jedoch nicht beim Vereinspräsidenten gelegen. Sportdirektor Deco und Trainer Hansi Flick hätten dem Angreifer keinen Stammplatz garantieren können. Aber genau das sei für Lewandowski entscheidend gewesen – wichtiger als finanzielle Aspekte. Er wolle regelmäßig spielen und eine tragende Rolle in der Mannschaft übernehmen, erklärte Zahavi. Da die sportliche Führung des Vereins andere Pläne verfolgt habe, seien schließlich Alternativen geprüft worden.

Nach Angaben des Beraters war letztlich Lewandowskis sportlicher Ehrgeiz ausschlaggebend für den Wechsel. Anders als Torhüter Wojciech Szczęsny, der trotz der Aussicht auf eine Reservistenrolle beim FC Barcelona geblieben sei, habe Lewandowski eine Nebenrolle nicht akzeptieren wollen. Deshalb entschied er sich für einen Neuanfang in der nordamerikanischen Major League Soccer, lesen wir im Portal wp.pl.

 

Autor: Jakub Kukla