Über das Polen der Renaissance schrieb im 16. Jahrhundert der große holländische Humanist Erasmus von Rotterdam: „Ich gratuliere dem polnischen Volk, das einstmals für barbarisch gehalten, jetzt in den Wissenschaften, im Recht, in der Religion, in den Sitten und in allem anderen, was von Barbarei am entferntesten ist, so blüht, dass es mit den ersten und kulturellsten Völkern der Welt rivalisieren kann.“
Die riesige Toleranz, Gewissens- und Gedankenfreiheit, das Aufblühen der Wissenschaft und Kunst entfallen in die Regierungszeit der großen jagiellonischen Dynastie, insbesondere die Regierungsjahre der beiden letzten Könige dieser Dynastie, Sigismunds des Alten und seines Sohnes, Sigismund Augusts. Polen war damals eine Großmacht, multinational, ein reicher Staat. Das 16. Jahrhundert war das goldene Zeitalter der polnischen Kultur. Bot jedoch die Regierung dieser beiden kulturellsten, aufgeklärtesten polnischen Könige die Garantie der künftigen Macht Polens? Mehr dazu in einer Archivsendung aus dem Jahr 1966.
Berabeitet von Kamila Lutostańska