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Israelischer Raketenangriff tötet Kinder bei Wasserstelle

Ostatnia aktualizacja: 14.07.2025 07:00
Die israelische Armee hat im Gazastreifens das Feuer auf an einem Wasserpunkt versammelte Zivilisten eröffnet. Dabei wurden mindestens 8 Palästinenser getötet – die meisten von ihnen Kinder. Wie Israel erklärte, sei das Massaker die Folge einer „Fehlfunktion eines Geschosses“ gewesen.
Ein Fahrzeug der israelischen Streitkrfte fhrt durch den Rauch, der nach einem israelischen Luftangriff im nrdlichen Gazastreifen in der Nhe von Beit Hanoun aufsteigt. 13. Juli 2025.
Ein Fahrzeug der israelischen Streitkräfte fährt durch den Rauch, der nach einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen in der Nähe von Beit Hanoun aufsteigt. 13. Juli 2025.Foto: EPA/ABIR SULTAN

Wie die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) mitgeteilt haben, sollte die Rakete einen sich in der Nähe aufhaltenden Kämpfer des Islamischen Dschihad treffen. Wegen einer technischen Fehlfunktion sei das Geschoss jedoch „mehrere Dutzend Meter vom Ziel entfernt“ eingeschlagen. „Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte bedauern, unbeteiligten Zivilisten Schaden zugefügt zu haben“, hieß es in der Mitteilung. Der „Vorfall“ werde derzeit untersucht. Wie der Notarzt Ahmed Abu Saifan vom Al-Awda-Krankenhaus gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, habe der Einschlag eine Wasserverteilungsstelle im Flüchtlingslager Nuseirat beschädigt. Bei dem Angriff seien 6 Kinder getötet und 17 weitere Menschen verletzt worden.

Der Wassermangel im Gazastreifen hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschärft. Wegen Treibstoffmangels mussten Meerwasserentsalzungsanlagen und sanitäre Einrichtungen schließen. Die Menschen sind dadurch auf zentrale Verteilungsstellen angewiesen, um dort ihre Plastikbehälter mit Wasser zu füllen.

Der Krieg im Gazastreifen dauert seit dem 7. Oktober 2023 an. Damals hatte die palästinensische Hamas bei einem Angriff im Süden Israels rund 1.200 Menschen getötet und 251 weitere verschleppt. Dutzende Geiseln werden noch immer festgehalten. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Verwaltung wurden bei israelischen Vergeltungsangriffen seitdem über 57.200 Palästinenser getötet. Unabhängige Quellen schätzen die Zahl der Todesopfer auf bis zu 84.000. Der Gazastreifen liegt in Trümmern – es herrscht eine vollständige humanitäre Katastrophe.

In einer am Sonntag auf Telegram veröffentlichten Videoansprache betonte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, Israel werde nicht von seinen zentralen Forderungen abrücken: die Freilassung aller Geiseln im Gazastreifen, die Zerschlagung der Hamas und die Garantie, dass der Gazastreifen nie wieder eine Bedrohung für Israel darstellt.

RMF24/ps

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