Nach zweijähriger Anstrengung gelang es polnischen Wissenschaftlern, Geld für den Kauf von 30 Hektar Tropenwald in Südkolumbien zu sammeln. Die Stiftung "Biodiversitatis" und deren Leiterin, Biologin an der Universität Lódź, Dr. Marta Kolanowska, hat ein Stück Tropenwald in Kolumbien gekauft, das sich im gebirgigen Süden des Landes auf einer Höhe von 2500 Metern über dem Meeresspiegel an der Ostseite der Anden in der Nähe der Grenze zu Ecuador befindet. Auf dem erworbenen Gebiet soll ein Naturschutzgebiet und in Zukunft die erste polnische Tropenforschungsstation - "La Palma" entstehen.
Diese reichen Wälder stellen nach Angaben der Forscher ein potenzielles Reservoir für viele unbekannte Arzneimittel dar, was insbesondere im Zusammenhang mit der Zunahme von Krebserkrankungen von Bedeutung ist. Außerdem betonen die Wissenschaftler, dass die Tropenwälder nicht nur ein wichtiger Sauerstoffproduzent sind, sondern auch Kohlenstoff abbauen und damit ein Verbündeter im Kampf gegen die globale Erwärmung sind. Der Kaufpreis des Tropenwaldes lag bei ca. 50.000 EUR.
Die Zusammenarbeit mit örtlichen Amateurnaturforschern wurde bereits 2012 aufgenommen, und seit der Einrichtung des Reservatprojekts wird die polnische Stiftung auch von der örtlichen Gemeinde unterstützt. Dies gilt sowohl für die logistische Unterstützung als auch für das Erreichen unzugänglicher Regionen. Die Stiftung wird auch von der kolumbianischen Botschaft in Polen und der polnischen Botschaft in Kolumbien sowie der polnischen Investitions- und Handelsagentur PAIH unterstützt.
smoglab.pl/ps