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Deutsche Redaktion

Massenmord von Katyń - 80 Jahre danach

03.04.2020 09:43
Am 3. April 1940 haben die ersten Todestransporte mit polnischen Offizieren von Kozielsk nach Katyń begonnen. 
Heute vergehen genau 80 Jahre seit dem Beginn des Massenmords in Katyń.
Heute vergehen genau 80 Jahre seit dem Beginn des Massenmords in Katyń. kresy.pl

Heute vergehen genau 80 Jahre seit dem Beginn des Massenmords in Katyń. Am 3. April 1940 haben die ersten Todestransporte mit polnischen Offizieren von Kozielsk nach Katyń begonnen. Der NKWD hat bei dem Massaker insgesamt knapp 22.000 polnische Bürger ermordet, die nach der Aggression Russlands auf Polen in Gefangenschaft geraten waren.

"Diese 22.000 polnische Offiziere, polnische Polizisten, unsere Väter, unsere Brüder. Das war die intellektuelle Elite der II. Republik. Vor allem in Kozielsk saßen Wissenschaftler, Ärzte, Juristen, Lehrer, Priester. Diejenigen, die in der Zwischenkriegszeit, nach 123 Jahren polnischer Gefangenschaft unsere neue Heimat aufbauten, eine Heimat ihrer Träume. Polen entwickelte sich damals prächtig. All das fand ein abruptes Ende", betont Danuta Malonowa, Vertreterin der Katyń-Familien in Lublin.


Die Katyń-Massenmorde Die Katyń-Massenmorde

Einstimmiger Beschluss

Der Beschluss über den Massenmord ist einstimmig von den Mitgliedern des damaligen Politbüros - Stalin, Woroszylow, Molotow, Mikojan, Kalinin, Kaganowicz und Beria - unterzeichnet worden. Für Tausende von polnischen Familien bedeutete diese Entscheidung den Verlust ihrer Ehemänner, Väter und Brüder. Grzegorz Hofman hat in Katyń und Charkow seinen Vater und seinen Onkel verloren.

"Nach der letzten Briefkarte, die wir von meinem Vater im April erhalten haben, kam auf einmal nichts mehr. Wir lebten Monate in Furcht und Unsicherheit über das Schicksal meines Vaters. Die Entscheidung des Politbüros war damals ja ein Geheimnis."

Konfliktherd Katyń-Ermittlungen 

Die Wahrheit über das Massaker ist anschließend noch über ein halbes Jahrhundert geheim gehalten worden. Die Verantwortlichen wurden nicht verurteilt, die russische Militärstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt. Die russische Seite ist zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei dem Massaker nicht um einen Völkermord handelte. Diese Interpretation werden die Familien der Ermordeten nie akzeptieren, sagte vor einigen Jahren Anna Maria Wolińska, die infolge von Stalins Befehl ihren Vater und ihren Onkel verlor.

"Vergebung ist etwas anderes und Gedenken ist etwas anderes. Und ein Verbrechen als Verbrechen zu bezeichnen - das ist eine Notwendigkeit. Sonst kommen wir an einen Punkt, wo Werte überhaupt keine Rolle mehr spielen."

Von den 22.000 ermordeten Polen sind knapp 15.000 in Massengräbern beerdigt worden - in Katyń bei Smoleńsk, in Miednoje bei Twer und in Piatichatki bei Charkow. Der Bestattungsort von 7.000 Personen bleibt bis heute unbekannt.

IAR/adn/jc