Ministerpräsident Donald Tusk hat das Jahr 2026 in seiner Neujahrsansprache als Phase der „polnischen Beschleunigung“ angekündigt. Er stellte den zügigen Ausbau einer der stärksten Armeen Europas, umfangreiche Infrastrukturvorhaben und die Modernisierung von Industrie und Rüstungssektor in Aussicht. Zugleich kündigte er ein entschiedeneres Vorgehen gegen Kriminalität an.
Tusk sprach von einem Wendepunkt im abgelaufenen Jahr: Die Wirtschaft habe angezogen, die Preise hätten sich stabilisiert, zentrale Investitionen seien gestartet und die Beziehungen zur EU normalisiert worden. Das internationale Ansehen Polens sei gestiegen, und ausländische Medien hätten Warschau als besonders zukunftsträchtige Metropole hervorgehoben.
Mit Blick auf die tausendjährige Staatstradition betonte Tusk die Bedeutung von Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Toleranz. Diese Werte hätten Polen gestärkt, während Korruption und interne Konflikte dem Land geschadet hätten.
Für 2026 kündigte der Premier eine Beschleunigung beim Ausbau der Streitkräfte und bei Infrastrukturinvestitionen an. Die Devise „zuerst polnisch“ solle stärker in öffentlichen Aufträgen verankert werden.
Beim Thema Sicherheit stellte Tusk eine härtere Linie gegenüber Kriminellen in Aussicht. Wer das Gesetz breche, werde die Konsequenzen deutlich zu spüren bekommen. Polen solle ein Land bleiben, das Sicherheit gewährleiste.
In einer Botschaft an die Europäerinnen und Europäer hob Tusk eine gesicherte Ostgrenze, eine verantwortliche Asylpolitik und den Aufbau einer modernen Armee hervor. Er verwies zugleich auf ein Ranking des Magazins „Forbes“, das Warschau zum attraktivsten europäischen Reiseziel 2026 erklärte.
PAP/adn