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Deutsche Redaktion

Streit um Kohlegrube Turów wird fortgesetzt

22.07.2021 09:00
In Prag wird heute erneut über die polnische Kohlegrube Turów diskutiert.
Kopalnia Turów
Kopalnia TurówDAVID W CERNY/FORUM

In Prag wird heute erneut über die polnische Kohlegrube Turów diskutiert. Bei dem Treffen wird Polen versuchen einen Kompromiss mit der tschechischen Seite zu erreichen. Prag befürchtet einen negativen Einfluss des Kohleabbaus im polnischen Turów auf den Grundwasserstand und hat Polen vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.

Wie Klima- und Umweltminister Michał Kurtyka betonte, sei eine Einigung das Ziel und nicht ein Gerichtsverfahren. “Wir wissen, welch große Emotionen und Erwartungen die Einwohner der Regionen Liberadzkie, Bogatynia und Turów damit verbinden, dass dieses Übereinkommen erreicht wird”, so Kurtyka.

Im Mai hatte der Europäische Gerichtshof den Antrag der tschechischen Regierung bewilligt, die eine Suspendierung des Abbaus bis zur Klärung des Konflikts forderte. Dazu ist es jedoch nicht gekommen. Daher fordert Tschechien nun, dass Polen 5 Millionen Euro Bußgeld für jeden Tag zahlt, den es trotz Suspendierungspflicht weiter Kohle in Turów abbaut.


IAR/jc