Forbes analysierte die Aktivitäten vieler Länder anhand von 11 Kriterien. Berücksichtigt wurde die Abstimmung in der UN-Generalversammlung über die Forderung nach einem Rückzug Russlands, die Anerkennung russischer Handlungen in der Ukraine als Völkermord, die Ausweisung russischer Diplomaten und die Einbeziehung Russlands auf eine Liste „feindlicher Länder“. Beachtet wurde auch die Teilnahme an einer Konferenz zur Unterstützung der Ukraine auf dem Stützpunkt Ramstein in Deutschland, das Ausmaß der gewährten Finanzhilfe u.a. im Verhältnis zum BIP, Besuche hochrangiger Beamter in der Ukraine zwischen dem 24. Februar und dem 30. Mai und der Widerstand gegen die Verhängung von Sanktionen gegen Moskau.
Die höchstmögliche Punktzahl war 100, wobei Länder mit mehr als 40 Punkten als freundlich gegenüber der Ukraine galten. Polen belegte mit 97 Punkten den ersten Platz, die USA mit 96 den zweiten und Estland mit 95 den dritten Platz. Ebenfalls in den Top 10 waren Lettland (94), Kanada (88), Litauen (88), Großbritannien (88), die Slowakei (82), Tschechien (81) und Portugal (78).
Die Autoren des Rankings hoben Besuche polnischer Regierungsbeamter in der Ukraine, Aktivitäten auf der internationalen Ebene und die finanzielle Hilfe für Kiew hervor. Forbes nach hat Polen der Ukraine 3,1 Milliarden US-Dollar gegeben, was 0,46 Prozent seines BIP ausmacht.
PAP/ps