Dieses geldpolitische Instrument der Zentralbank gilt als Mittel, um die Preissteigerung einzudämmen. Den Leitzins geben die Banken meist an ihre Kunden weiter. Die beabsichtigte Folge: Die Zahl der Kreditvergaben und damit die Geldmenge im Umlauf sinkt.
In Polen hat sich der Preisauftrieb im Mai weiter beschleunigt. Nach einer ersten Schätzung stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent und zum Vorjahresmonat um 13,9 Prozent, wie die zentrale Statistikbehörde letzte Woche in Warschau mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit 24 Jahren. Besonders gestiegen sind die Preise für Lebensmittel und Benzin.
Um die Folgen der Inflation für die Verbraucher abzumildern, hat die polnische Regierung seit Februar die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ausgesetzt und den Steuersatz für Benzin und Dieselkraftstoff von 23 auf 8 Prozent gesenkt. Die Regelung soll bis Ende Juli gelten.
IAR/jc