Deutsche Redaktion

Polnisches Verteidigungsministerium unzufrieden mit deutschem Panzerangebot

23.07.2022 18:19
Deutschland will Polen 20 Panzer übergeben. Polen habe mindestens ein Panzerbataillon erwartet, erklärte Polens Verteidigungsminister. 
Polen untersttzt Ukraine gegen den russischen Angriff mit Panzern des sowjetischen Typs T-72. Warschau hat bereits deutlich gemacht, dass es dafr Ausgleich von Nato-Partnern erwartet, auch aus Berlin.
Polen unterstützt Ukraine gegen den russischen Angriff mit Panzern des sowjetischen Typs T-72. Warschau hat bereits deutlich gemacht, dass es dafür Ausgleich von Nato-Partnern erwartet, auch aus Berlin.Shutterstock/Mike Mareen

Deutschland habe Polen mit seinem Angebot getäuscht, sagte Mariusz Błaszczak in einem Interview für das Nachrichtenportal wpolityce.pl. Nachdem Polen seine Panzer an die Ukraine übergeben hatte, habe Błaszczak mit seiner deutschen Amtskollegin Christine Lambrecht gesprochen. „Ich wurde gefragt, ob wir Interesse daran hätten, dass Deutschland dabei hilft, die entstandene Lücke zu schließen (...). Ich sagte, dass wir natürlich interessiert seien, und wies auf Leopards 2A4 hin. Das sind Panzer, die wir bereits haben, nicht die neueste Version“, sagte Błaszczak.

Einige Medien, insbesondere solche in deutschem Besitz, so der Minister, hätten später geschrieben, Polen habe die neuesten Panzer gewollt. Das stimmt nicht“, erklärte der Verteidigungsminister.

Geht es nach Błaszczak habe er auch beim Gespräch mit Lambrecht gleich ins Detail gehen wollen, habe aber gehört, dass sich Experten damit befassen würden. Er habe Lambrecht mitgeteilt Polen habe mit mindestens einem Panzerbataillon gerechnet, das nach westlichen Maßstäben 44 Panzer und nach polnischen Maßstäben 58 Panzer sind“, sagte der Verteidigungsminister.

Die 20 Leopard 2A4-Panzer aus Deutschlands jüngstem Vorschlag sollen sich darüber hinaus in einem Zustand befinden, der sie dienstuntauglich macht.“ Notwendige Arbeiten an den Panzern würden mindestens 12 Monate dauern. Zwanzig Panzer in einem solchen Zustand sind für uns nutzlos, so Błaszczak.


PAP, wpolityce.pl/ps