Deutsche Redaktion

Moldau leitet formellen Austritt aus GUS ein

20.01.2026 10:35
Die Republik Moldau hat den formellen Austritt aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) eingeleitet. Das Land befinde sich im Prozess der Bestätigung der Kündigung von drei grundlegenden Abkommen, erklärte Vizepremier und Außenminister Mihai Popșoi im moldauischen Rundfunk.
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Bild:Shutterstock/Lalandrew

Mit der Kündigung der Verträge, die 1991 die Grundlage für die Gründung der GUS bildeten, werde Moldau aus rechtlicher Sicht kein Mitglied der Organisation mehr sein, sagte Popșoi. De facto habe das Land seine Teilnahme bereits vor einiger Zeit ausgesetzt, de jure bestehe die Mitgliedschaft jedoch weiterhin.

Das moldauische Parlament billigte im Dezember die Kündigung von drei GUS-Abkommen, darunter Vereinbarungen zum visafreien Personenverkehr, zu Import- und Exportsteuern sowie zu Zahlungsregelungen zwischen Wirtschaftsorganisationen.

Die proeuropäische Präsidentin Maia Sandu strebt einen Beitritt Moldaus zur Europäischen Union noch vor dem Ende des Jahrzehnts an. Sie hatte die russische Invasion in der Ukraine verurteilt und Moskau wiederholt vorgeworfen, einen hybriden Krieg gegen Moldau zu führen. Bereits 2023 stellte Chișinău seine aktive Mitarbeit in der von Russland dominierten GUS ein.


republika/jc

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