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Premierminister: Die Wege Polens und Ungarns haben sich getrennt

30.07.2022 09:25
Morawieckis Kritik bezog sich auf die jüngsten Aussagen seines ungarischen Amtskollegen und ehemaligen politischen Verbündeten Viktor Orbán, der vergangenen Samstag die russische Aggression rechtfertigte.
Premier Mateusz Morawiecki
Premier Mateusz Morawiecki PAP/Mateusz Marek

Die Wege Polens und Ungarns haben sich nach der russischen Invasion in der Ukraine getrennt, sagte der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki. Morawieckis Kritik bezog sich auf die jüngsten Aussagen seines ungarischen Amtskollegen und ehemaligen politischen Verbündeten Viktor Orbán, der vergangenen Samstag die russische Aggression rechtfertigte. Laut Orbán, habe der Krieg die Einheit der Visegrad-Gruppe untergraben und eine Zusammenarbeit der beiden Länder „erschüttert“. Während die Ungarn die russische Invasion als einen Krieg zweier slawischer Nationen ansehen, „haben die Polen das Gefühl, dass sie auch darin kämpfen“, sagte Orbán.

Solche Aussagen sind unwahr, sagte daraufhin Morwiecki. Polen nimmt an dem Krieg nicht teil, der „Krieg wird von Ukrainern geführt“. Er bemerkte auch, dass „der heroische Kampf der Ukrainer durch Waffen unterstützt wird - hauptsächlich aus Amerika, aber auch Großbritannien, Polen und vielen anderen“, mit dem Ziel, „ihnen zu helfen, ihre Souveränität zu verteidigen“.

In seiner Rede, die eine Welle internationaler Empörung auslöste, warnte Ungarns Ministerpräsident Orbán davor, sich mit „Nichteuropäern“ zu vermischen, und verwendete dabei eine Rhetorik, die einige Medien als „rassistisch“ bezeichneten. Darüber hinaus forderte er eine neue Strategie gegenüber Russland, wiederholte eine frühere Erklärung, dass „es nicht die Aufgabe der EU ist, in diesem Konflikt Partei zu ergreifen“, und argumentierte, dass sich die EU-Sanktionen gegen Moskau als unwirksam erwiesen hätten.

IAR/jc