Deutsche Redaktion

Hunderte von Gräbern in der befreiten ukrainischen Stadt Isjum entdeckt

17.09.2022 09:44
"Butscha, Mariupol, jetzt leider auch Isjum... Russland hinterlässt überall Tod. Und dafür muss es zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte der ukrainische Präsident in einer Stellungnahme zu der Aufdeckung. 
Masowe groby odkryto pod Iziumem.
Masowe groby odkryto pod Iziumem.PAP/EPA/OLEG PETRASYUK

Vor der ostukrainischen Stadt Isjum, die vor kurzem von den russischen Streitkräften zurückerobert wurde, sind Hunderte von Gräbern entdeckt worden, berichteten Medien. "In Isjum, in der Region Charkiw, wurde ein Massengrab gefunden. Die notwendigen Verfahrensmaßnahmen haben dort bereits begonnen", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache am Donnerstag, die von der Nachrichtenagentur Ukrinform zitiert wird.

"Butscha, Mariupol, jetzt leider auch Isjum... Russland hinterlässt überall Tod. Und dafür muss es zur Rechenschaft gezogen werden", so der ukrainische Präsident weiter.

Am Samstag sollen sich ukrainische und internationale Journalisten in Izyum treffen. "Wir wollen, dass die Welt weiß, was wirklich passiert und wozu die russische Besatzung geführt hat", so der Präsident weiter. Auf der Massengrabstätte bei Isjum sollen sich 450 Gräber befinden, gab der Berater des ukrainischen Präsidenten, Mykhailo Podoljak, am Freitag bekannt. "Seit Monaten herrschen in den besetzten Gebieten ein zügelloser Terror, Gewalt, Folter und Massenmorde", twitterte Podoljak. "Will noch jemand 'den Krieg einfrieren', anstatt Panzer zu schicken? Wir haben kein Recht, die Menschen mit dem Bösen allein zu lassen", fügte der Berater des Präsidenten der Ukraine hinzu.



PAP, ukrinform.net, bbc.com/ps