„Es macht mich traurig, Stimmen dieser Art zu hören. Wenn ein europäischer Politiker dies sagt, zerbricht er die europäische Einheit. Wir wollen diese Einheit aufbauen. Wie man sieht, gibt es Leute, die bereit sind, Geschäfte zu machen, ohne sich darum zu kümmern, dass Blut vergossen wird", sagte Duda über Schallenbergs Aussagen.
Für die Ukraine indes sei die Sache eindeutig, fügte er hinzu. „Die Russen müssen die besetzten Gebiete verlassen, um über irgendetwas reden zu können. Als Nachbar der Ukraine betone ich mit Nachdruck, dass die Ukraine Unterstützung braucht, um sich verteidigen zu können. Es ist nicht so, dass die Ukraine heute gewinnt, sondern dass sie sich gegen die russische Aggression wehrt. Sie brauchen hier und jetzt Unterstützung. Das muss jetzt schon umgesetzt werden, das kann kein Gespräch über die Zukunft sein", erklärte Duda.
Das polnische Außenministerium teilte am Donnerstag mit, es erwäge auf die kritischen Worte des österreichischen Außenministers angemessen zu reagieren. „Das ist eine völlig unverständliche, absurde Aussage, die leider in die schlechten Traditionen des österreichischen Außenministeriums passt”, so der Minister und erinnerte an die Politik der ehemaligen Leiterin des österreichischen Außenministeriums, Karin Kneissl, die für ihre prorussische Haltung mit einem lukrativen Posten im russischen Ölkonzern Rosneft belohnt wurde.
„Wenn Russland von uns, vom Westen, von der Europäischen Union, von der Nato eine Chance bekommt, diesen Krieg zu gewinnen, dann sind wir alle in Gefahr”, betonte der stellvertretende Leiter des polnischen Außenministeriums.
niezależna.pl/ps