Frauen in Polen würden allgemein weniger verdienen, seltener befördert werden oder Führungspositionen einnehmen als Männer, seien seltener erwerbstätig und hätten niedrigere Renten. Sie hätten auch längere Arbeitspausen wegen der Kindererziehung. Obwohl Polinnen im Durchschnitt besser ausgebildet seien als Männer, hätten sie immer noch mit Stereotypen über ihre Fähigkeiten, ihre Arbeit und ihren Ehrgeiz zu kämpfen, so die Zeitung.
Bei Kinderlosen sei die Beschäftigungsquote bei beiden Geschlechtern ähnlich hoch. „Die Unterschiede betreffen die Eltern. Mehr als 95 Prozent der Väter arbeiten. Und je mehr Kinder in der Familie sind, desto häufiger sind die Frauen nicht erwerbstätig. Fast 85 Prozent der Mütter von einem Kind und 60 Prozent der Mütter von drei Kindern sind erwerbstätig", schreibt die Tageszeitung.
Umfragen zufolge sei die Rollenverteilung in Familien „manchmal noch so traditionell wie vor vielen Jahren". Für die meisten Frauen seien finanzielle Gründe für die Rückkehr ins Berufsleben wichtig. „Die Familienausgaben steigen. Für einige ist es auch wichtig, den Beruf mit der Familie zu verbinden". T
rotz der Pandemie bleiben Teilzeitbeschäftigung und flexible Arbeitsregelungen nicht weit verbreitet. Sie würden auch schlechter bezahlt werden.
PAP, rp.pl/ps