In seiner Ansprache, die in der Zeitung "Polska Metropolia Warszawska" abgedruckt wurde, bezog sich Duda auf die Hinrichtung der Familie Ulma aus dem südpolnischen Dorf Markowa. Wegen der Aufnahme von Juden wurde die ganze Familie von deutschen Feldjägern ermordet.
Wie er betonte, haben Tausende von Polen während der deutschen Besatzung Juden geholfen, „viele mussten dafür mit ihrem Leben bezahlen”.
Duda fügte hinzu, dass nach dem Krieg über 7.000 Polen für die Rettung von Juden mit dem Titel Gerechte unter den Völkern geehrt wurden.
„Das Leid, das diese stillen und manchmal vergessenen Helden erlitten haben, muss angemessen und dauerhaft gewürdigt werden”.
Auf Dudas Initiative hin hat das polnische Parlament 2018 den 24. März als Nationalen Tag des Gedenkens an die polnischen Judenretter unter der deutschen Besatzung eingeführt. Dieser offizielle Feiertag wurde eingeführt, um an den Tag zu erinnern, an dem die Deutschen die Familie Ulma hinrichteten. Wiktoria und Józef Ulma versteckten acht Juden in ihrem Haus, wofür sie im März 1944 zusammen mit ihren sechs Kindern und den jüdischen Flüchtlingen hingerichtet wurden.
1995 wurden Józef und Wiktoria posthum mit dem Titel "Gerechte unter den Völkern" ausgezeichnet. Die Medaillen werden vom Jerusalemer Institut Yad Vashem an Einzelpersonen und Familien verliehen, die ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Angehörigen riskiert haben, um Juden vor dem Holocaust zu retten.
PAP/jc