Premierminister Mateusz Morawiecki, Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak und der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton haben am Montag den polnischen Munitionshersteller Dezamet besucht. Polen werde seine Munitionsreserven aufstocken, kündigte Polens Regierungschef auf einer gemeinsamen Pressekonferenz an. Das Ziel sei es „Munition auf einem Niveau zu produzieren, das Polen benötigt", und so „können wir ein Munitionslieferant für andere sein".
Dem Premierminister zufolge würde Russland täglich zwischen 20.000 und 50.000 Geschosse abfeuern. Die Ukraine zwischen 2.000 bis 6.000 aber mit einer „besseren Präzision".
„Wir verfügen über ausgezeichnete Kompetenzen bei der Herstellung von Waffen und Munition, und ich freue mich, dass wir im Einvernehmen mit Kommissar Thierry Breton in der Lage sein werden, die Produktion mit europäischen Geldern zu vervielfachen", sagte er.
Polen wird im Rahmen des EU-Friedensfonds Hunderte von Millionen Euro für die Waffenproduktion erhalten. Polen ist zusammen mit Frankreich und Deutschland einer der drei wichtigsten Hersteller von Munition, die die Ukraine dringend benötigt. Polen ist einer von 11 Staaten, die Breton besucht hat, um Engpässe in der Lieferkette zu beseitigen.
PAP/jc