Angesichts eines signifikanten Anstiegs illegaler Migration auf der Balkanroute hat Polen die Grenzkontrollen zur Slowakei wieder eingeführt. Innen- und Verwaltungsminister Mariusz Kamiński erklärte, dass die Dauer dieser Maßnahme von ihren Ergebnissen abhängig sein wird.
Die Kontrollen, die um Mitternacht begonnen haben, sind zunächst für zehn Tage bis zum 13. Oktober angesetzt, können jedoch verlängert werden. „Die Slowakei steht vor einem erheblichen Problem. Die Anzahl der illegalen Migranten, die auf ihrem Territorium entdeckt wurden, ist im Vergleich zum Vorjahr um fast tausend Prozent gestiegen“, warnte Kamiński in einem Interview mit Polskie Radio 24.
Wie der Innenminister betonte, hänge die Effektivität der Kontrollen auch von der politischen Entwicklung in der Slowakei ab. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Regierungen Polens, der Slowakei und Tschechiens sei entscheidend, um die Migrationsströme auf der Balkanroute erfolgreich zu managen.
Reisende können die Grenze derzeit ausschließlich an 22 Übergängen überqueren, Kontrollen werden auf der polnischen Seite durchgeführt. Die Auswahl der zu kontrollierenden Personen und Fahrzeuge erfolgt auf Grundlage einer Risikoanalyse. Alle, die die Grenze überqueren, müssen gültige Reisedokumente, wie einen Personalausweis oder Reisepass, vorweisen können.
IAR/adn