Wie die Tageszeitung Rzeczpospolita berichtet, plant der Landwirtschaftsminister eine Vereinbarung mit den Landwirten zu unterzeichnen, um die Blockade des Grenzübergangs Schehyni-Medyka zur Ukraine zu beenden. Die Vereinbarung mit der Protestgruppe "Betrogene Landwirtschaft" soll am Samstag in Rzeszów unterzeichnet werden.
Dem Bericht zufolge hat der Minister drei der Forderungen der Landwirte akzeptiert: Mais-Subventionen, höhere Kredite für den Agrarsektor und keine Steuererhöhung. Die Landwirte fordern jedoch weiterhin eine Ausweitung des Verbots für ukrainische Agrarprodukte, insbesondere für Zucker, Eier und Geflügel.
Anfang Mai verhängte die Europäische Kommission ein Einfuhrverbot für Weizen, Mais, Raps, Sonnenblumen und Sonnenblumenöl aus der Ukraine nach Polen, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und der Slowakei. Diese Maßnahme basierte auf einer Vereinbarung mit den betroffenen Ländern. Das Embargo wurde später bis zum 15. September ausgedehnt. Nach diesem Datum beschloss Brüssel, es nicht weiter zu verlängern.
Um ihre Landwirte vor einem Ansturm von Produkten aus der Ukraine zu schützen, haben Polen, Ungarn und die Slowakei daraufhin nationale Einfuhrverbote für ukrainisches Getreide verhängt.
rp.pl, PAP/ps