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Polnisches Sibirien-Museum zeigt Ausstellungen in Kolumbien und Chile

03.11.2026 07:09
Das Museum zur Erinnerung an die Deportationen nach Sibirien in Białystok bringt die Geschichte polnischer Deportierter nach Südamerika. Gleich zwei Ausstellungen wurden jetzt eröffnet – in Medellín in Kolumbien und in Santiago de Chile.
Das Sibirien-Museum Białystok
Das Sibirien-Museum BiałystokFoto: materiały prasowe

Die Ausstellung „Sibirien – Geschichten des Überlebens“ wurde am 20. Oktober im Museo Casa de la Memoria in Medellín eröffnet. Sie erzählt vom Schicksal polnischer Bürger, die während des Zweiten Weltkriegs von den sowjetischen Behörden nach Sibirien verschleppt wurden: von der Trennung ihrer Familien, dem Überlebenskampf unter extremen Bedingungen und dem Versuch, ihre Identität zu bewahren.

Am 26. Oktober folgte in Santiago de Chile die Ausstellung „Sibirien – Geschichte des Exils. Erinnerung und Freiheit“. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem chilenischen Museum für Erinnerung und Menschenrechte. Neben einer Freiluftausstellung vor dem Museumsgebäude wird dort eine multimediale Kunstinstallation mit dem Titel „AISLADOS / Getrennt“ gezeigt. Sie verbindet Archivfotografien, Porträts von Überlebenden, Tonaufnahmen und persönliche Erinnerungsstücke.

Beide südamerikanischen Partnermuseen beschäftigen sich mit den Folgen politischer Gewalt und staatlicher Repression. Das Museum in Medellín dokumentiert die Opfer des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts in Kolumbien, während das Museum in Santiago die Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur von Augusto Pinochet aufarbeitet.

Die Präsentationen in Kolumbien und Chile gehören zum internationalen Projekt „Sibirien – Gefängnis der Völker“. Ziel ist es, die Geschichte der sowjetischen Deportationen und das Schicksal ihrer Opfer auch einem internationalen Publikum näherzubringen. Die Ausstellung in Medellín ist bis zum 30. April 2027 geplant.

PAP/jc

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