Wie er schrieb, werde er zusammen mit seinen Ministern „noch vor dem 24. Februar an der Grenze zu Polen erscheinen”. Dasselbe forderte er von der polnischen Regierung: „Ich hoffe, mich dort mit dem polnischen Ministerpräsidenten und dem Staatspräsidenten zu treffen”, sagte er.
„Diese Blockade an der Grenze erhöht leider die Bedrohung für die Versorgung unserer Soldaten an der Front mit Waffen”, schrieb Selenskyj und appellierte an die Europäische Kommission, ihren Vertreter ebenfalls an die polnisch-ukrainische Grenze zu schicken.
„Die Ukraine will die Situation an der Grenze gemeinsam und fair lösen - ganz pragmatisch”, versicherte der Präsident.
Die Bauernproteste richten sich gegen die EU-Agrarpolitik, aber auch gegen die Einfuhr günstiger Agrarprodukte aus der Ukraine. Schon seit längerem blockieren die Landwirte die Grenzübergänge zum östlichen Nachbarland in Dorohusk, Hrebenne, Korczowa und Medyka.
„Wir Landwirte aus ganz Polen waren die Ersten, die eine freundschaftliche Hand ausgestreckt und unsere Brüder aus der Ukraine aufgenommen haben. Und jetzt werden wir von ihnen geschädigt”, sagte Roman Kondrow von der Initiative "Das betrogene Dorf" dem privaten Radiosender Rmf.fm.
„Diverse Mafia-Organisationen bringen dieses Getreide nach Polen. Anders kann man es nicht ausdrücken.”
Wie Polens stellvertretender Landwirtschaftsminister Michał Kołodziejczak versicherte, werden die Gespräche mit den protestierenden Landwirten am kommenden Montag beginnen. Wie er dem polnischen Rundfunk sagte, werden die Verhandlungen „hart” sein.
Quelle: PR24/jc