„Wenn es um die russische Wirtschaft geht, schlage ich vor, tiefer zu graben. Das Bruttoinlandsprodukt misst die Wirtschaftstätigkeit. Wenn wir anfangen, Raketen statt Autos zu produzieren, zum Beispiel mehr Raketen als Autos, dann wächst unser BIP, aber der Wohlstand des Landes sinkt. Russland hat seine Wirtschaft tatsächlich auf Kriegsmodus umgestellt. Anstelle von Baumaterialien werden nun Rüstungsgüter produziert”, betonte Sikorski.
„Die Rüstungsfabriken laufen 24 Stunden am Tag, was bedeutet, dass das BIP wächst, aber für die Entwicklungschancen Russlands ruinös sein wird. Dies ist ein weiterer Akt einer solchen Aushöhlung der Ressourcen des Landes. Ich möchte daran erinnern, dass auch die Sowjetunion einen gigantischen Teil ihres Einkommens für die Rüstung ausgab. Sie endete im Bankrott und Zusammenbruch”, fügte der Minister hinzu.
„Darauf müssen wir im Westen eine Antwort haben”, sagte er. „Wir müssen von einer Friedenswirtschaft zu einer Krisenwirtschaft übergehen”, fügte er hinzu.
„Ich habe den Eindruck, dass diese Drohungen, sei es durch den ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew oder die Erstürmung von Awdijiwka, den europäischen Politikern endlich klar gemacht haben, dass wir keine Zeit mehr zu verlieren haben”, warnte Radosław Sikorski.
Quellen: PAP/TVN24/jc