„Jedes Objekt, Dokument oder Papierstück ist eine eigene Geschichte und ein menschliches Schicksal“, sagte Monika Krawczyk, die Direktorin des Jüdischen Historischen Instituts (ŻIH), gegenüber der Presseagentur PAP.
Die Pflege der Sammlungen sowie ihre Aufarbeitung und Weitergabe seien zentrale Aufgaben des Instituts, betonte die Direktorin. Viele davon seien einzigartige Objekte, die uns an eine bereits verlorengegangene Welt erinnern.
„Wir möchten Objekte zeigen, die normalerweise nicht in Ausstellungen präsentiert werden, nicht weil sie wenig wertvoll sind, sondern weil der Ausstellungsraum meist begrenzt ist“, ergänzte der Kurator Krzysztof Czajka-Kalinowski. Dabei handelt es sich um umfangreiche Sammlungen, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jüdischen Historischen Instituts digitalisiert wurden und nun auf Plakaten im Stadtraum präsentiert werden sollen. Sie alle seien ein Teil der Stadt, so der Kurator.
„Für die Auswahl dieser Objekte haben wir Fachautoren und Journalisten befragt“, fuhr Czajka-Kalinowski fort. Jede Person habe ein Objekt ausgewählt und einen Kommentar dazu verfasst, der über einen QR-Code auf jedem Poster zugänglich sei. Damit sei „Serce tamtego miasta“ eine Kombination aus digitaler und Freiluftausstellung, erklärte er.
„Die Digitalisierung gewährleistet die vollständige Sicherheit der Sammlungen. Wir gehen davon aus, dass alle digitalisierten Objekte bis zum Jahr 2114 sicher sind.“
PAP/js