Die “verstoßenen Soldaten” haben eine großartige Armee gebildet, die insgesamt 120.000-180.000 Menschen zählte, betont der Vize-Chef des Instituts für Nationales Gedenken (IPN), Professor Krzysztof Szwagrzyk. Heute begeht Polen den Nationalen Gedenktag für die so genannten “standhaften” oder “verstoßenen Soldaten”, die nach 1944 gegen die sowjetische Besatzung und die von Moskau auferlegte kommunistische Herrschaft gekämpft haben.
"Nirgendwo war das Ausmaß des Widerstands so groß wie in Polen. Viele der Soldaten sind bei dem Kampf ums Leben gekommen, andere sind von den Sicherheitsbehörden zu Tode gefoltert oder auf der Grundlage von Gerichtsurteilen ermordet und anschließend an unbekannten Orten begraben worden", erinnert der Historiker.
Wie Szwagrzyk betont, habe das kommunistische System versucht, die “verstoßenen Soldaten” aus dem nationalen Gedächtnis zu löschen. Umso wichtiger sei es, die Erinnerung an diejenigen, die für ein unabhängiges Polen gekämpft haben, heute aufrechtzuerhalten, so dass das Bewusstsein darüber, wer ein Held war und wer nicht, für die kommenden Generationen gewahrt bleibe.
Landesweit finden heute zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt, die an die Widerstandsbewegung erinnern.
IAR/adn