Der Unfall ereignete sich, als das Flugzeug von der 31. Taktischen Luftwaffenbasis in der westpolnischen Stadt Poznań Vorbereitungen für die internationale Flugschau in Radom traf. Bei dem Absturz wurden keine Unbeteiligten verletzt, teilte das Generalkommando der polnischen Streitkräfte mit. „Der Pilot hat nicht überlebt; sonst wurde niemand verletzt“, hieß es in der Erklärung.
Das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte identifizierte den Piloten als Major Maciej „Slab“ Krakowian, einen Spitzenpiloten und führendes Mitglied des „Tiger Demo Teams“ der polnischen Luftwaffe. Nach Angaben der Behörden war der Vorfall am Donnerstag der erste Absturz einer polnischen F-16, seit das Land die Kampfjets vor fast zwei Jahrzehnten aus den USA erhalten hat.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zur Ursache des Absturzes eingeleitet. Auch die Militärpolizei wurde an den Unglücksort entsandt. Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz war ebenfalls an die Absturzstelle gereist. „Ein polnischer Militärpilot ist gestorben – ein Offizier, der seinem Land stets mit Hingabe und großem Mut diente“, schrieb Kosiniak-Kamysz auf X. „Ich erweise seinem Andenken Ehre und spreche seiner Familie mein tiefstes Beileid aus“, fügte er hinzu.
Auch Präsident Karol Nawrocki sprach sein Beileid aus, bezeichnete den Absturz als „eine sehr traurige Tragödie“ und versicherte seiner Gebete für den gefallenen Piloten. Ministerpräsident Donald Tusk schrieb auf X, der Tod sei „ein großer Verlust für die polnische Luftwaffe“ und übermittelte der Familie des Piloten sein „aufrichtiges Mitgefühl“.
Die Flugschau in Radom ist eine der größten Luftfahrtveranstaltungen in Mitteleuropa und sollte an diesem Wochenende mit Teilnehmern aus mehreren Ländern beginnen. Nach dem Absturz am Donnerstag haben die Organisatoren die Veranstaltung jedoch abgesagt, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender TVP Info.
IAR/TVPInfo/ps