Am Sonntagmorgen lagen auf dem Kasprowy Wierch 14 Zentimeter Schnee, die Temperaturen sanken auf minus 6 Grad Celsius. Auf der Hala Gąsienicowa betrug die Schneedecke 22 Zentimeter. „Bei einer so geringen Schneemenge besteht ein höheres Risiko, mit einer kleinen Schneetafel zu stürzen, als vollständig verschüttet zu werden“, teilte der TOPR-Rettungsdienst mit.
Der Förster der Region Morskie Oko, Grzegorz Bryniarski, hat in den sozialen Medien zu besonderer Vorsicht aufgerufen. In den Tatra-Bergen herrschen derzeit sehr schwierige Bedingungen für den Tourismus. Oberhalb von etwa 1300 Metern über dem Meeresspiegel liegt eine beträchtliche Schneeschicht, viele Streckenabschnitte der Wanderwege sind vereist und äußerst rutschig. In den Gipfelbereichen sind die Wege teilweise nicht gespurt, ihr Verlauf ist stellenweise kaum erkennbar.
Tatra-Nationalpark warnt: Ausflug in die Berge kann tragisch enden
Wanderungen in den höheren Lagen der Tatra erfordern Erfahrung im Winterbergsteigen sowie eine passende Ausrüstung – Steigeisen, Eispickel und Helm – und auch die Fähigkeit, diese richtig zu benutzen, erinnert der Tatra-Nationalpark in einer Mitteilung. Die Rettungskräfte rieten, am Sonntag auf Touren oberhalb der Baumgrenze zu verzichten.
PAP/TOPR/ps