Deutsche Redaktion

90 Jahre „Stimme Polens“: Der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks feiert Jubiläum

02.01.2026 15:47
In den neun Jahrzehnten seines Bestehens wurde Polskie Radio dla Zagranicy von zahlreichen bekannten Journalistinnen und Journalisten geprägt, darunter Jeremi Przybora und der berühmte Kurier aus Warschau, Jan Nowak-Jeziorański. Heute besteht der Auslandsdienst aus sechs Redaktionen, sendet in sieben Sprachen und weitet sein Programmangebot fortgehend in Richtung Multimedia aus.
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Polskie Radio dla Zagranicy feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Am 1. März 1936 ging der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks offiziell auf Sendung – mit dem Auftrag, Hörerinnen und Hörer außerhalb des Landes über Ereignisse in Polen und die Grundlinien der polnischen Außenpolitik zu informieren. Einige thematische Programme mit internationalem Profil waren bereits zuvor ausgestrahlt worden, doch Mitte der 1930er-Jahre wurde für die Auslandsberichterstattung eine eigene Antenne geschaffen.

Geprägt von zahlreichen bekannten Journalistinnen und Journalisten

Direktorin Natalia Bryżko-Zapór erinnert daran, dass Radio in den 1930er-Jahren ein dominierendes Massenmedium war. Viele Menschen hätten sich damals erstmals Radiogeräte angeschafft und hätten stundenlang vor dem Lautsprecher gesessen. Vor diesem Hintergrund sei es für die damaligen Verantwortlichen wichtig gewesen, dass Informationen aus Polen nicht nur im Inland zirkulieren, sondern dass „die Stimme Polens“ auch im Ausland zu hören ist – daher der beträchtliche Aufwand für den Aufbau einer Auslandswelle.

In den neun Jahrzehnten seines Bestehens wurde Polskie Radio dla Zagranicy von zahlreichen bekannten Journalistinnen und Journalisten geprägt. Unter den Namen, die Bryżko-Zapór nennt, finden sich Jeremi Przybora, Jan Nowak-Jeziorański, Ksawery Jasielski, Lucjan Kydryński, Andrzej Turski und Stefan Bratkowski. Sie stehen für Etappen, in denen der Auslandsdienst die politische Entwicklung Polens und die Geschichte der Emigration begleitet und ins Ausland vermittelt hat.

Kurs auf Multimedia

Heute befindet sich Polskie Radio dla Zagranicy – wie der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk – in einem tiefgreifenden Wandel. Das Angebot wird zügig in Richtung Multimedia erweitert, es kommen neue, für das klassische Radio einst untypische Verbreitungswege hinzu. Als Geburtstagswunsch nennt die Direktorin, dass der Auslandsdienst diese digitale Offensive erfolgreich bewältigt, sie weiterentwickelt – und dass der „Stimme Polens“ auch künftig weltweit zu hören ist.

Der Auslandsdienst besteht derzeit aus sechs Redaktionen und sendet in sieben Sprachen, darunter Polnisch, Englisch, Deutsch, Ukrainisch, Belarussisch und Russisch. Die Programme berichten nicht nur über Politik, Wirtschaft und Kultur in Polen, sondern widmen sich auch dem Leben der Polonia und der im Ausland lebenden Polinnen und Polen. Zu hören ist Polskie Radio dla Zagranicy vor allem digital – über die Internetseite des Polnischen Rundfunks und über mobile Anwendungen.

IAR/adn

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