Deutsche Redaktion

Warschau besorgt nach Angriff der USA auf Venezuela

03.01.2026 13:00
Polen verfolgt die Entwicklungen in Venezuela genau, wo sich derzeit 11 polnische Staatsbürger aufhalten, teilte Premierminister Donald Tusk am Samstag mit. Wie er betonte, sei die polnische Botschaft in Caracas vorerst sicher. Berichten zufolge haben die USA am Samstag die venezolanische Hauptstadt angegriffen und den Anführer des Landes Nicholas Maduro festgenommen.
Berichten zufolge haben die USA am Samstag die venezolanische Hauptstadt angegriffen und den Anfhrer des Landes Nicholas Maduro festgenommen.
Berichten zufolge haben die USA am Samstag die venezolanische Hauptstadt angegriffen und den Anführer des Landes Nicholas Maduro festgenommen. Cristian Hernandez/Associated Press/East News/LUIS JAIMES/AFP/East News

Wie Polens Regierungschef erklärte, seien polnische Staatsbürger trotz wiederholter Warnungen des Außenministers, keine Reisen in das Land aufgrund der inneren Instabilität und des Risikos eines möglichen Konflikts zu machen, nach Venezuela gereist.
Die Situation in Venezuela werde überwacht, polnische Behörden werden Updates geben, sobald neue Informationen verfügbar seien, so Tusk. „Die polnische diplomatische Vertretung in Caracas ist derzeit sicher, da es dort keine Vorfälle im Zusammenhang mit dem Angriff gegeben hat“, versicherte er.
In der Zwischenzeit hat der Sprecher des Außenministeriums, Maciej Wewiór, bestätigt, dass polnische Staatsbürger in Venezuela derzeit keine Hilfe beantragt hätten. Die meisten Polen in diesem Land seien langfristige Einwohner.

Trump: USA haben Maduro und seine Frau festgenommen

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag bekannt gegeben, dass US-Truppen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau nach einem „groß angelegten Schlag“ auf das südamerikanische Land gefangen genommen hätten. In einem kurzen Telefongespräch mit der New York Times hat Trump die „brillante“ Operation gelobt. „Viel gute Planung und viele großartige Truppen und großartige Menschen“, zitierte die Zeitung Trump. Die überraschende Ankündigung von Trump folgt auf monatelangen, stetig zunehmenden militärischen und wirtschaftlichen Druck der USA auf den sozialistischen Präsidenten Maduro und die von Ölexporten abhängige Wirtschaft seines Landes. Trump wirft Maduro die Beteiligung am Drogenhandel in die USA vor. Maduro weist die Vorwürfe zurück. 

Die venezolanische Regierung kenne den Aufenthaltsort von Präsident Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores nicht, sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez in einer am Samstag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Aufnahme. „Wir fordern einen sofortigen Lebensbeweis von Präsident Nicolás Maduro und der ersten Kämpferin Cilia Flores“, sagte Rodríguez. Wie sie hinzufügte, gebe es unter den Opfern der US-Angriffe auf Caracas Soldaten und Zivilisten. Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino kündigte unterdessen an, das Land werde die Präsenz ausländischer Truppen auf seinem Territorium nicht dulden.

PAP/AFP/PR/ps

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