Deutsche Redaktion

Ungarn-Wahl könnte Asyl für polnische Politiker beenden

13.01.2026 12:48
Das Pressebüro der Tisza-Partei erklärte in einer kurzen Stellungnahme, Ungarn werde unter ihrer Regierung „keine Zuflucht für ausländische Straftäter“ mehr sein. 
Zbigniew Ziobro
Zbigniew ZiobroSTACH ANTKOWIAK/East News

Ein möglicher Regierungswechsel in Ungarn könnte das politische Asyl von Zbigniew Ziobro beenden. Sollte die oppositionelle Partei Tisza die für Mitte April geplanten Parlamentswahlen gewinnen, werde Ungarn dem polnischen Politiker keinen Schutz mehr gewähren. Ziobro müsste dann nach Polen zurückkehren.

Das Pressebüro der Tisza-Partei erklärte in einer kurzen Stellungnahme, Ungarn werde unter ihrer Regierung „keine Zuflucht für ausländische Straftäter“ mehr sein. Die Partei, gegründet von Péter Magyar, liegt in aktuellen Umfragen vorn. Magyar war früher Funktionär der seit 16 Jahren regierenden Partei Fidesz.

Nach offiziellen Angaben erhielten bislang drei polnische Staatsbürger politisches Asyl in Ungarn. Bestätigt sind die Namen von Ziobro und seines früheren Stellvertreters im Justizministerium, Marcin Romanowski. Als dritte Person gilt mutmaßlich Ziobros Ehefrau Patrycja Kotecka-Ziobro. Ziobro erklärte, er habe für sie internationalen Schutz beantragt, um sie zu schützen.

Die polnische Staatsanwaltschaft will Ziobro wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Geldern aus dem Justizfonds anklagen.

IAR/adn

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