Deutsche Redaktion

Eisbrecharbeiten auf Oder und Weichsel wegen extremer Kälte ausgesetzt

20.01.2026 15:00
Die Arbeiten wurden unterbrochen, da ein weiteres Eisbrechen bei anhaltendem, starkem Frost neu freigelegte Fahrrinnen wieder zufrieren könnte, was das Risiko von Eisstauungen und Überschwemmungen erhöhen würde.
In Polen laufen derzeit operative Manahmen zum Hochwasserschutz und der Durchgngigkeit wichtiger Wasserstraen.
In Polen laufen derzeit operative Maßnahmen zum Hochwasserschutz und der Durchgängigkeit wichtiger Wasserstraßen.Wody Polskie/X

Der staatliche Wasserwirtschaftsbetrieb Wody Polskie hat die Eisbrecharbeiten wegen anhaltender Kälte vorübergehend ausgesetzt. Sie sollen wieder aufgenommen werden, sobald die Temperaturen steigen. Weiteres Eisbrechen bei anhaltendem, starkem Frost könnte neu freigelegte Fahrrinnen wieder zufrieren, was das Risiko von Eisstauungen und Überschwemmungen erhöhen würde. Die erste Phase der Operation, die im Rahmen der laufenden polnisch-deutschen Zusammenarbeit durchgeführt wurde, umfasste insgesamt 18 Eisbrecher – zwölf polnische und sechs deutsche. Sie räumten die Flussläufe, um Hochwasser vorzubeugen. Die Schiffe bleiben an ihren Basen in Bereitschaft und warten, bis die Temperaturen wieder steigen. In der Anfangsphase haben die Besatzungen auf dem Dąbie-See erfolgreich eine 500 bis 1.000 Meter breite Fahrrinne geräumt. Dadurch konnte das Eis ungehindert von der oberen Oder in das Stettiner Haff und weiter in die Ostsee abfließen.

Eisbrecher waren zudem auf der Regalica, der Ostoder sowie auf dem deutsch-polnischen Abschnitt der Oder im Einsatz. Die Arbeiten reichten über Bielinek hinaus, mehr als 70 Kilometer Fluss wurden wieder freigemacht. Auf der Weichsel liefen am 13. Januar drei Eisbrecher von der Basis Przegalina aus. Sie haben Eis im Bereich des Dorfes Kiezmark im Norden Polens geräumt und sind flussabwärts in Richtung Tczew gefahren. Innerhalb von fünf Tagen wurde ein 22 Kilometer langer Abschnitt des Flusses freigelegt.
Eine ähnliche Mitteilung zum Abschluss der ersten Phase der Eisbrecharbeiten veröffentlichte auch die Regionale Wasserwirtschaftsbehörde (RZGW) in Gdańsk. Die Behörde stellte zudem in den sozialen Medien Aufnahmen zur Dokumentation der Einsätze bereit.

IAR/RZGW/ps

 

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