„Angesichts der Tatsache, dass dein Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis für das Stoppen von acht Kriegen nicht zu verleihen, fühle ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken“, schrieb Trump in dem Brief. Er könne nun darüber nachdenken, „was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist“.
Der Brief wurde vom US-Journalisten Nick Schifrin auf der Plattform X veröffentlicht. Nach dessen Angaben wurde das Schreiben von Mitarbeitern des Nationalen Sicherheitsrates auch an mehrere europäische Botschaften in Washington weitergeleitet.
In dem Schreiben stellt Trump zudem die Souveränität Dänemarks über Grönland infrage. „Warum sollte es überhaupt ein Eigentumsrecht daran haben? Es gibt keine schriftlichen Dokumente“, heißt es darin. Dänemark sei zudem „nicht in der Lage, dieses Gebiet vor Russland oder China zu schützen“.
Weiter schrieb Trump: „Ich habe für die NATO mehr getan als jeder andere seit ihrer Gründung. Die Welt wird nicht sicher sein, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben.“
Der norwegische Ministerpräsident bestätigte den Erhalt des Briefes gegenüber dem Portal VG. Es handele sich um eine Antwort Trumps auf eine kurze Nachricht, die er zuvor gemeinsam mit dem finnischen Präsidenten an den US-Präsidenten geschickt habe.
Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt erklärt, die Vereinigten Staaten müssten Grönland übernehmen. Er begründete dies zuletzt mit der wachsenden militärischen und wirtschaftlichen Präsenz Russlands und Chinas in der Arktis. Dänemark und andere europäische Staaten verweisen hingegen darauf, dass Grönland bereits unter den kollektiven Sicherheitsschutz der NATO falle.
Bereits zuvor hatte Trump mehrfach angedeutet, er halte sich für einen geeigneten Kandidaten für den Friedensnobelpreis. Dieser wurde im vergangenen Jahr jedoch der venezolanischen Oppositionspolitikerin María Corina Machado verliehen.
IAR/jc