Deutsche Redaktion

Nach Angriffen auf Kiew - Polen lässt Kampfjets aufsteigen

03.02.2026 06:24
Russland hat nach Angaben ukrainischer Behörden in der Nacht erneut die Städte Kiew und Charkiw angegriffen. Augenzeugen berichteten von lauten Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt. Nach offiziellen Informationen kamen dabei sowohl Raketen als auch Drohnen zum Einsatz.
Atak Rosji na Kijów
Atak Rosji na KijówReuters

Das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte teilte mit, dass Polen als Reaktion auf die russischen Luftangriffe vorsorglich militärische Flugzeuge in den eigenen Luftraum entsandt habe.

„Diese Maßnahmen haben präventiven Charakter“, hieß es weiter.


Schäden in Wohngebieten in Kiew

Der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, Tymur Tkatschenko, schrieb im Nachrichtendienst Telegram, dass mehrere zivile Objekte beschädigt worden seien. Betroffen seien Wohnhäuser, eine Bildungseinrichtung sowie ein Geschäftsgebäude in Stadtteilen östlich des Flusses Dnipro.

Auch Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte die Angriffe und erklärte, Rettungsteams seien in die betroffenen Bezirke entsandt worden. 

Angriffe auch auf Charkiw 

Im nordöstlichen Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, wurden ebenfalls Explosionen gemeldet. Bürgermeister Ihor Terechow teilte mit, Russland greife auch dort mit Raketen und Drohnen an.

Aus der südöstlichen Oblast Dnipropetrowsk hieß es zudem, dass die Region unter Beschuss stehe. Flugabwehreinheiten seien auch im angrenzenden Gebiet Saporischschja aktiv. 

Internationale Mobilisierung für ukrainische Energieversorgung 

Neben den militärischen Entwicklungen läuft weiterhin eine internationale Mobilisierung zur Unterstützung der ukrainischen Energieinfrastruktur. Durch anhaltende russische Angriffe sind große Teile des Landes immer wieder von Strom- und Wärmeausfällen betroffen – insbesondere angesichts winterlicher Temperaturen.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hob dabei die umfangreiche Hilfe aus Polen hervor.

„Es gibt enorme Unterstützung seitens Polens“, schrieb Sybiha auf Facebook. Im Rahmen der Bürgerinitiative Wärme aus Polen für Kiew seien bereits Dutzende Stromgeneratoren in die Hauptstadt geliefert worden – sowohl für einzelne Stadtbezirke als auch für kommunale Dienste.

Sybiha erklärte weiter:
„Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Warschauer Rathaus ist bereits das vierte Fahrzeug mit Generatoren in Kiew eingetroffen.“

Sybiha dankte zudem mehreren anderen Ländern für ihre Unterstützung, darunter Litauen, Estland, die Türkei und Griechenland. Hilfe werde außerdem aus Schweden und Bulgarien erwartet.

„Ich spreche allen meinen aufrichtigen Dank aus, die Hilfe leisten: Regierungen, Regionen, Unternehmen und Wohltätigkeitsorganisationen – für Solidarität und konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine“, erklärte der Außenminister.


PAP/TVN/IAR/jc

 

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